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America's Army ist ein 3d-Shooter Computerspiel. Das besondere daran ist, dass es ein kostenloses Online-Computerspiel ist, das im Stil eines typischen Ego-Shooters von der United States Army publiziert worden ist. |
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America´s Army Cover
Entwickelt wurde es vom MOVES Institute der Naval Postgraduate School im Auftrag der US Army. Finanziert wurde America's Army, welches auf der Unreal Warfare Engine basiert, von den amerikanischen Steuerzahlern und ist im Jahr 2002 erstmals veröffentlicht worden. Als Modell wurde wegen des Erfolges die ebenfalls kostenlose Modifikation Counter-Strike ausgewählt.
America's Army, welches hauptsächlich zu Propagandazwecken eingesetzt wird, ist eines der US-Armee entwickelten Computerspielen (jedoch nicht das Erste), wobei die US-Army von einem "cost-effective recruitment tool" (frei übersetzt in etwa "profitabelem Rekrutierungs-Werkzeug") spricht. Dieser Umstand war und ist Anlass zu weltweiten ethischen Diskussionen. Chris Morris, ein CNN/Money Kolumnist und dessen Direktor der Inhaltsentwicklung, schrieb die Armee gäbe die Tatsache, dass es sich um Propaganda handelt, bereitwillig zu.
Im Spiel gibt es mehrere verschiedene virtuelle Kriegsschauplätze, auf denen immer zwei Teams gegeneinander antreten und bestimmte, fast immer entgegengesetzte Aufträge zu erfüllen haben. Das besondere daran ist, dass der Spieler und dessen Team - egal für welches Team er sich entscheiden sollte - in jedem Fall das Aussehen und die Bezeichnung US-amerikanischer Soldaten (verschiedensten Einheiten der US Infanterie angehörend) annehmen, wohingegen das gegnerische Team - ebenfalls in jedem Fall - das Aussehen und die Bezeichnung nicht-amerikanischer, meist als "OpFor" (Jargon der Army für "Opposing Forces", dt. "gegnerische Streitkräfte") bezeichneter Gegner, erhalten. Das gegnerische Team sieht diesen Spieler wiederum als "OpFor" an und sich selbst als US Soldaten. Dieses entgegengesetzte Team wird neben "OpFor" aber auch als Terroristen ("terrorist forces") oder Aufständische ("insurgents") benannt, was wieder auf den politischen Hintergrund des Spieles zurückzuführen ist. Virtuell gekämpft wird mit Waffen, die dem Kriegsgerät der US Army nachgemacht sind. Die Bewaffnung ist relativ realistisch ausgefallen. |
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Das Spiel
Jeder Spieler muss, bevor er sich am Online-Geschehen beteiligen kann, ein Training absolvieren, welches in Umfang, Dauer und Realitätsnähe mit keinem anderen Computerspiel vergleichbar ist, aber nicht unbedingt das Ziel hat, dem Spieler das Spiel beizubringen, sondern persönlich zu beeinflussen. So zum Beispiel verlangt es eine Trainingsmission, mehreren Spezialeinheiten bei der Aufzählung ihrer unrealistischen Erfolge zuzuhören, was den Spieler in keinster Weise etwas beibringen kann, sondern nur beeindrucken soll. Jeder Abschnitt des Trainings spielt in angeblich äußerst detailgetreu nachgestellten Originalschauplätzen der U.S. Army. In den Trainingsmissionen und durch Aufschriften auf Gegenständen in den Missionen wird der Spieler unterschwellig auch mit den Grundsätzen der amerikanischen Armee, nämlich Pflicht ("Duty"), Ehre ("Honor") und Loyalität ("Loyalty"), konfrontiert. Die Erfüllung dieser Grundsätze - so behaupten zumindest die Entwickler auf der offiziellen Seite des Spieles - geschehe durch die Steigerung des "HONOR"-Levels, einer Variablen, die jeder Spieler neben seinem Namen mit sich führt und, ähnlich wie in Rollenspielen das Erfahrungspunkte-Level, bis zum Wert 100 gesteigert werden kann (es beginnt bei 10). Dies kann nur im Internet auf Servern der US Army erfolgen, und zwar durch das Gewinnen einer Runde oder eines einzelnen Missionszieles, das Heilen eines Teammitgliedes, jedoch auch durch das Töten eines Gegenspielers. Das Steigern des HONOR-Levels, was einen Suchtfaktor darstellen kann, geschieht anfangs schnell, doch je mehr HONOR ein Spieler besitzt, desto langsamer erfolgt der Anstieg. Bei 61 HONOR hat der Spieler beispielsweise nur rund 13 Prozent der Punkte erhalten, die er bis zu 100 benötigen würde. Aus diesem Grund unterschätzen die meisten Spieler die lange Dauer zu 100 HONOR, dabei gibt es nur eine Hand voll Spieler, die die normalerweise weit über 1000 benötigten Stunden, um bis zu Level 100 zu gelangen, durchgezogen haben.
HONOR wird in so gennanten Accounts neben anderen Daten abgespeichert. Jeder Spieler muss mindestens ein Account erstellen, um im Internet spielen zu dürfen, denn sonst wird die Beendigung des Trainings nicht anerkannt. Ein Account kann man nur auf der offiziellen Seite des Spieles erstellen. Alle Accounts gehören einzig und allein dem United States Department of the Army und sind in dessen Datenbank gespeichert. Die Entwickler betonen besonders die Gesamtzahl der Accounts, welche jedoch nicht die Anzahl an Spielern widerspiegelt. Die aktuelle Anzahl an Spielern ist im Vergleich dazu sehr gering und wird dem Spieler daher vorenthalten.
Das Spiel verwendet das Anti-Cheat-Tool PunkBuster, welches den Zweck hat - ähnlich wie ein Virenscanner - nach bereits bekannten Cheats auf den lokalen Rechnern der Spieler zu suchen und das Modifizieren von Dateien des Spielverzeichnisses zu verhindern, damit der Spieler sich keine Vorteile verschaffen kann, was jedoch zum Rauswurf bzw. Verbannung zumeist unschuldiger Spieler führt. Es gibt nach wie vor Cheats in dem Spiel, z.B. Wallhack oder Aimbot. Ein Sprecher der US-Army benennt diese zusammenfassend als "Cybercrime". |
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Geschichte
Nachdem im Jahre 1999 die Anzahl an Rekrutierungen der US Armee ein Rekordtief, den tiefsten Stand seit 30 Jahren, erlitten hatten, wurde im US-Kongress beschlossen "aggressive und innovative Experimente" bezüglich der Rekrutierung durchzuführen. Die Ausgaben für Rekrutierung wurden im US Verteidigungsministerium auf über 2.2 Milliarden US-Dollar als Jahresbudget angehoben, was ausschlaggebend für das Spiel und sogar für ein US-Army-Team bei dem beliebtem amerikanischen Sport "NASCAR" war, wo das Spiel nun auch ausgehändigt wird.
1999 präsentierte Leutnant Oberst E. Casey Wardynski, späterer Projektleiter von America's Army, dem "Staff for Personnel" sowie dem "Secretary of the Army for Military Manpower" der US Army die Idee eines auf der United States Army basierenden und von ihr kontrollierbarem Online-Computerspieles.
Am 4. Juli 2002 wurde die erste Version von America's Army, genannt "Recon", im Internet kostenlos zum Download angeboten und wurde auch auf Grund der großen Anzahl zur Verfügung stehender (von der US Army gesponserten) Server innerhalb kurzer Zeit zu einem der meistgespieltesten Online-Ego-Shooter im Internet.
Am 6. November 2003 ist die nach wie vor kostenlose Version 2.0.0 - America's Army "Special Forces" - veröffentlicht worden. Warum es jetzt auch um Spezialeinheiten gehen sollte, gaben die Entwickler nicht an, aber, wie eine Broschüre der US Navy zugibt, geschah dies wieder nicht ohne Intention: Wegen ihres Erfolges wollte das US Verteidigungsministerium die Zahl der Spezialeinheiten verdoppeln. Daher wanderte der Befehl die Ränge hinunter und fand auch Umsetzung in America's Army, was den Glauben der Army an das Spiel als Rekrutierungsmethode unterstreicht. In dieser speziellen Version von America's Army wurde eine weitere Einheit der US Army, die Special Forces, in das Spiel integriert. Diese Version ist im Vergleich zur ersten Version von vor eineinhalb Jahren stark fortgeschritten, was zeigt, wie viele Personal- und Geldmittel der US Army in das Spiel investiert werden. Derzeit arbeiten die Entwicklerstudios an der Version 2.4 "Overmatch", welche den Einbau von modernen Schützenpanzern beinhalten soll. Bei der jetzigen Spielversion, die am 18. Februar 2005 veröffentlicht worden ist, handelt es sich um Version 2.3 - America's Army: Special Forces (Firefight) (zu deutsch: Feuergefecht). Um ein breiteres und jüngeres Publikum zu erreichen, ist ebenfalls eine Umsetzung des Spieles für Playstation 2 und Xbox für spätestens Sommer 2005 geplant. Bei der Rekrutierung hat das Spiel jedoch schon Erfolge verzeichnet: In der Militärakademie von West Point zum Beispiel behaupteten 19 Prozent der Neulinge des Jahrganges 2003, dieses Spiel gespielt zu haben. Des weiteren sind Rekrutierungs-Quoten seit mehreren Jahren wieder am Steigen und entsprechen nun auch wieder den Erwartungen. Michael Zyda, der Direktor der Gruppe der Navy, die an der Entwicklung des Spielers beteiligt war, führt die wenigen Proteste gegen America's Army auf die veränderte Einstellung der US Bevölkerung zum Militär zurück: Die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA hätten den Erfolg des Spieles gesichert, denn nun fände das Land alles großartig, was das Militär macht. |
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Person(en): Zeitraum: Firma: |
kein Eintrag vorhanden 2002 MOVES Institute |
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Es gibt 83 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
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03.03.2005 von Carsten Kühn (102) Beiträge 03.03.2005 von Carsten Kühn Wikipedia |
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