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Bell Telephone Laboratories bzw. Bell Labs war ursprünglich
die Entwicklungsabteilung des Bell-Konzerns (gegründet
1876 von Alexander Graham Bell, dem Erfinder des Telefons).
Unter anderem wurden dort grundlegende Bauteile für
Vermittlungsstellentechnik, spezielle Isolierungen für
Telefonkabel und der Transistor erfunden.
1925 wurden die Bell Labs ein eigenständiges Unternehmen,
Anteilseigner waren zu gleichen Teilen Western Electric
und AT&T.
Die Bell Labs waren organisatorisch in drei Divisionen
eingeteilt: Forschung, Systemtechnik und Entwicklung.
In der Forschung gewann man grundlegende Erkenntnisse
für die Telekommunikation aus den Bereichen Mathematik,
Physik, Materialforschung und Informatik.
Die Systemtechnik beschäftigte sich mit den hochkomplexen
Systemen, aus denen die Telekommunikationsnetze gebildet
waren.
In der Entwicklung, der größten Division,
wurde die Hard- und Software entwickelt, mit der das
Telekommunikationsnetz des Bell-Systems aufgebaut wurde.
- 1933 entdeckte Karl Jansky, dass aus der Mitte unserer
Galaxie Radiowellen emittiert wurden, während
er nach den Ursachen des Rauschens bei Langstrecken-Funkverbindungen
forschte - dies war der Beginn der Radioastronomie.
- Der Transistor wurde 1947 an den Bell Laboratories
erfunden. Die Wissenschaftler John Bardeen, William
Bradford Shockley, und Walter Houser Brattain erhielten
dafür den Physik-Nobelpreis von 1956.
- Claude Shannon, Mathematiker an den Bell Labs, veröffentlichte
1948 "Die mathematische Theorie der Kommunikation"
im Bell System Technical Journal, wobei er sich auf
frühere Erkenntnisse von Nyquist und Hartley
auf dem Gebiet der Informationstheorie stützte.
- Daryl Chapin, Calvin Fuller und Gerald Pearson entwickeln
1953 (1954 veröffentlicht) und produzieren an
den Bell Labs die ersten technisch interessanten Silizium-Solarzellen
mit über 4 % Wirkungsgrad (eine hat sogar 6 %
Wirkungsgrad). Sie bauen dabei auf vielen neuen Entwicklungen
der vergangenen Jahre auf.
- Außerdem waren die Bell Labs der Ursprung
des Unix-Betriebssystems und der Programmiersprache
C, entwickelt von Brian Kernighan, Dennis Ritchie,
und Ken Thompson in den frühen 1970ern, sowie
dessen objektorientierter Erweiterung C++ von Bjarne
Stroustrup in den 1980ern.
1996 gliederte AT&T die Bell Labs zusammen mit
dem größten Teil der Geräte-Herstellung,
in das neue Unternehmen Lucent Technologies aus. AT&T
behielt eine kleinere Anzahl Forscher, aus denen die
AT&T Laboratories gebildet wurden.
2002 wurde Jan Hendrik Schön, ein Deutscher Physiker,
von den Bell Labs entlassen, nachdem in 16 von ihm publizierten
Fachartikeln gefälschte Daten gefunden wurden.
Andere Wissenschaftler konnten seine als sensationell
gefeierten Ergebnisse, u.a. auf dem Gebiet von Mikrotransistoren
und Supraleitung, nicht reproduzieren. Dies war der
erste Betrugsfall in der Geschichte des Labors. |
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Person(en): Zeitraum: Firma: |
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Es gibt 54 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
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Veröffentlicht am: Zuletzt bearbeitet am: Referenz: |
14.04.2004 von Wilhelm Janssen (7094) Beiträge 25.06.2004 von Wilhelm Janssen Wikipedia |
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