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Bezeichnung für eine Gruppe von Programmen, die sich
meist in Programme und verwandte Dateien kopieren und
sich so vervielfältigen.
Der Vorgang ähnelt einer Infektion, daher wurde
der Name aus der Medizin entlehnt.
Es gibt mittlerweile viele tausend verschiedene Computerviren,
hinzu kommen zahlreiche Variationen. Die meisten verbreiten
sich unter Windows und DOS, aber auch andere Betriebssysteme
sind betroffen.
Einige Computerviren sind harmlos, andere richten Schaden
an, entweder unmittelbar oder aber dann, wenn die für
sie definierten Bedingungen eintreten (z.B. an einem
bestimmten Datum oder nach einer bestimmten Anzahl von
Infektionen).
Häufig werden dann Daten oder Datenträger
angegriffen (z.B. Formatieren der Festplatte). Computerviren
werden unter verschiedenen Gesichtspunkten in Gruppen
eingeteilt. Bekannte derartige Gruppen sind:
- Bootsektor- oder Systemviren; dieser Typ existiert
schon lange.
Diese Computerviren kopieren sich in den Bootsektor
oder auch in die Partitionstabelle und werden bei
jedem Start geladen (vor dem Betriebssystem). Sie
können sich auf jedem nicht schreibgeschützten
Datenträger (auch Disketten !) einnisten, ohne
dass dies an den Daten zu bemerken ist (unveränderter
Umfang).
- Datei- oder Linkviren.
Dies sind "klassische" Viren, die sich in
Programme kopieren (meist an deren Anfang) und die
sich bei jedem Aufruf weiter verbreiten können.
Die "infizierten" Programme werden i.d.R.
umfangreicher, weil der Code des Computerviren hinzukommt.
- Siehe Makro - Viren.
Jüngerer Typ Virus, aber mittlerweile weit verbreitet.
Im Unterschied zu allen anderen Computerviren verbreiten
sie sich nicht über ausführbare Dateien,
sondern über Dokumente. Sie benutzen die Makro-Sprache
von Anwendungsprogrammen wie Word oder Excel.
Da Makros beim Start des Programms automatisch ausgeführt
werden können und Befehle des Betriebssystems
benutzen, sind ähnliche Wirkungen wie bei anderen
Computerviren möglich.
- Resistente Viren, die sich im Arbeitsspeicher einnisten
(wie ein TSR-Programm) und von dort aus Datenträger
infizieren.
- Tarnkappen (Stealth-Computerviren) und polymorphe
Viren. Sie entziehen sich der Bekämpfung,
a.) indem sie Antivirenprogramme erkennen und während
der Aktivität einen nicht infizierten Zustand
herstellen (Tarnkappe) - oder
b.) indem sie fortwährend ihre Gestalt ändern
(polymorphe, also vielgestaltige Computerviren die
ihren Code modifizieren), was die Suche nach ihnen
erschwert.
- Script - Viren.
Neuerer Typ, der vielfach auch Visual Basic Script
(VBS) benutzt. Sie können sich in HTML - Dode
verstecken und über das Internet verbreitet werden.
Derartige Viren lassen sich auch in E-Mails verstecken,
wenn diese das HTML - Format benutzen - und zwar nicht
bloß im Anhang, sondern auch in der E-Mail selbst.
- Trojanische Pferde.
Kleine Programme, die sich in anderen Programmen verstecken
und z.B. dazu dienen, Daten auszuspionieren. Von manchen
werden die "Trojaner" als spezielles Problem
und nicht als Computervirus betrachtet.
- Würmer.
Programme, die sich vor allem in Netzwerken schnell
verbreiten und dort Abläufe verlangsamen oder
Speicherkapazität verbrauchen. Auch sie gelten
für manche nicht als "echte" Computerviren,
da sie ein wenig anders funktionieren E-Mail Viren.
Es gibt außerdem zahlreiche Mischformen aller
Arten von Computerviren.
Seit einiger Zeit verbreiten sich auch die Sog. Hoaxes,
Pseudo-Viren (z.B. Good Times, Penpal Greetings, Death
69), vor denen im Internet usw. gewarnt wird; sie stellen
lediglich einen schlechten Scherz dar.
Auch sogenannte E-Mail Viren sind i.d.R. Hoaxes. Eine
gewisse Gefährdung kann allerdings unter Windows
98 bei der Verwendung von Outlook 98 durch Visual-Basic-Scripts
entstehen (s. E-Mail-Viren).
Zur Bekämpfung von echten Computerviren wird Anti-Viren-Software
eingesetzt, die z.T. sehr leistungsfähig ist. Wenn
Sie keine Anti-Viren-Software haben, können Sie
Ihren Rechner über www.symantec.com
überprüfen lassen.
TIPPS: Erfahrungsgemäß treten die größten
Probleme im Zusammenhang mit Computerviren nicht durch
diese selbst auf, sondern durch Panikreaktionen. Deshalb
sollte beim Verdacht des Computerviren-Befalls vor allem
Ruhe bewahrt werden. Es empfiehlt sich, zunächst
ein Backup der wichtigsten Dokumente vorzunehmen (falls
nicht vorhanden). Viele Viren werden mittlerweile als
E-Mail - Anhang oder über das Internet verbreitet.
Beachten Sie bei Online-Verbindungen vor allem folgende
Vorsichtsmaßnahmen:
Haut eine E-Mail einen unbekannten Absender oder ist
sie aus unerfindlichen Gründen auf Englisch geschrieben,
lassen Sie den Anhang ungeöffnet. Seien Sie besonders
vorsichtig mit Dateien, die aus Newsgroups oder einem
Chat stammen. Achten Sie bei Downloads auf Zertifikate.
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kein Eintrag vorhanden - - kein Eintrag vorhanden |
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Es gibt 91 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
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Veröffentlicht am: Zuletzt bearbeitet am: Referenz: |
14.04.2004 von Wilhelm Janssen (7094) Beiträge 21.07.2004 von Wilhelm Janssen at-mix |
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