Bussystem

Hardware-Standards
Auch: Busstandard.

Die Bezeichnung meint in der Regel nicht nur den eigentlichen Bus des PC, sondern das Anschlusssystem an diesen Bus, also die Normen für die Steckplätze und Schnittstellen.

Deshalb wird z.B. auch SCSI gelegentlich als Bussystem bezeichnet. Für den PC gab bzw. gibt es verschiedene Bussysteme:

  1. ISA-Bus (Industry Standard Architecture) in zwei verschiedenen Varianten:

    a.) 8 Bit breit, Standard der ersten PC´s.

    b.) 16 Bit breit, Weiterentwicklung von a.); auch als AT - Bus bezeichnet, weil er sich mit dem AT - PC durchgesetzt hat. Taktfrequenz: i.d.R. 8 MHz; Datenübertragungsrate: bis 5 MBit/s.

  2. Mikrokanal

    (MCA, Micro Channel Architeture), 32 Bit breit, von IBM speziell für die PS/2 - Familie entwickelt, nicht kompatibel zu ISA. Datenübertragungsrate: bis 20 MBit/s; kaum verbreitet.

  3. EISA-Bus

    (Extendet ISA, erweiterter ISA - Bus), EISA, 32 Bit breit, abwärtskompatibel zu ISA, als Konkurrenzprodukt zu MCA entwickelt. ISA - Karten lassen sich auf einem EISA - Rechner benutzen. Takt von EISA: 8 MHz, Datenübertragungsrate: bis 32 MBit/s.

  4. Local Bus Local Bus,

    32 Bit breit, arbeitet mit dem Takt des Prozessors, also schneller als ältere Bussysteme. In erster Linie für Grafikkarten entwickelt (hier anfänglich noch eine Datenbusbbreite von 16 Bit).

  5. VL-Bus. VESA Local Bus,

    auch VLB, entspricht den Spezifikationen der VESA. Die Taktfrequenz wurde auf maximal 40 MHz begrenzt. Datenübertragungsrate: z.T. über 100 MBit/s; der VLB wird immer mit anderen Systemen kombiniert, z.B. ISA.

  6. PCI,

    Heute weit verbreitete Variante des Local Bus, 32 oder 64 Bit breit, wird als entscheidender Bus für den ganzen PC genutzt, z.B. auch für die Verbindung zwischen Prozessor und Hauptspeicher; Datenübertragungsrate: bis 132 MBit/s. Er gibt i.d.R. zusätzliche ISA-Steckplätze.

Im Beitrag enthaltene URLs:
 
nach oben