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Diskette und Diskettenlaufwerk
Die Breite
der Diskette wird in Zoll (") angegeben, gebräuchliche
Größen sind oder waren:
- 8" (echte 200 mm) mit 180 KiB - das ursprüngliche
Diskettenformat von IBM als Ersatz für die unhandlichen
Stapel von Lochkarten
- 130 mm (5,25") mit 80 KiB(echte kibibyte KiB)
bis 1200 KiB (mit 130 KiB bei 8-bit CPM, 360 KiB bei
den ersten IBM-PC)
- 90 mm (ca. 3,5") mit 720 KiB bis 2,88 MB =
2.95 MiB
Darüber
hinaus wurden noch andere Größen, u.a. 3 Zoll
(echte 80 mm) (Schneider CPC) und 2 Zoll (echte 50 mm)
entwickelt, die sich aber nicht durchsetzen konnten.
Die Normen für diese Disketten sind ISO/IEC 8860-1:1987
(doppel-dichte), ISO/IEC 9529-1:1989 (hohe dichte) und
ISO 10994-1:1992 (extra-hohe dichte); alle Angaben sind
in metrischen Einheiten. Diese Normen verdeutlichen
die Messungen, die 90,0 mm x 94,0 mm x 3,3 ergeben.
Die magnetische Scheibe im Innern hat einen Durchmesser
von genau 86,0 mm
Man unterscheidet
- ein- und zweiseitig beschriebene Disketten (SS:
single sided, DS: double sided),
- die Aufzeichnungsdichte, die sich aus dem verwendeten
magnetischen Material ergibt (SD: single density,
DD: double density, HD: high density), sowie
- hard- oder soft-sektoriert.
Bei hard-sektorierten
Disketten gibt es auf der Kunststoffscheibe ein Indexloch
pro Sektor, bei soft-sektorierten nur eines. Dieses Indexloch
legt den Startpunkt einer Spur fest.
Zur genauen Spezifikation einer Diskette gehören
noch weitere Angaben:
- die Anzahl der Magnetspuren ("Tracks")
(typischerweise 40 oder 80)
- die Anzahl Sektoren pro Track (z.B. 18)
- die Sektorgrösse (typischerweise 128, 256 oder
512 Byte)
- das Aufzeichnungsverfahren
(meist MFM, bei Apple und Commodore wurde auch das
GCR-Verfahren eingesetzt)
Geschichte:
Die erste Diskette (200 mm - 8 Zoll) mit dem dazu gehörenden Laufwerk wird von IBM 1971 auf den Markt gebracht. Die Erfindung wird allgemein Alan Shugart zugeschrieben. Dieser gründet 1973 seine eigene Firma (Shugart Associates) und entwickelt 1976 die 130 mm (5,25")-Diskette.
1981 stellt Sony die 90 mm (3,5")-Diskette im starren Gehäuse mit zunächst 703 kB (720 KiB), später 1,41 MB (1.47 MiB) (falsch als 1.44 MB genannte), vor. Sie kommt im IBM-PC zum Einsatz und wird dadurch zum Standard.
Später erscheinen noch Disketten mit 2,88 MB (2.95 MiB) (ED = Enhanced High Density), die 20 MB (20.97 MiB) fassende Floptical-Disk sowie die für 120 MB (125.8 MiB) ausgelegte LS-120-Diskette, die sich aber nicht durchsetzen können.
Aufgrund der heute anfallenden riesigen Datenmengen (insbesondere bei Bild- und Videodaten, und den immer größer werdenden Programmen), wurde die Diskette inzwischen von anderen Datenträgern, wie CD-ROM, Bandlaufwerke, ZIP-Laufwerke und in zunehmenden Maße DVDs verdrängt.
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