Enix

Firmen
Enix ist ein japanischer Videospiel-Hersteller und Verlag, der 1975 als Eidansha Boshu Service Center gegründet wurde. 1982 ändert die Firma ihren Namen in Enix, was eine Zusammensetzung aus ENIAC und Phönix darstellt, d.h. aus den Namen eines der ersten Computer und dem des legendären Wundervogels. 2003 fusioniert Enix mit Squaresoft zu Square Enix.
Enix
Enix

Zu den wichtigsten Spielen von Enix gehört die Rollenspiel-Serie Dragon Quest (im Westen Dragon Warrior), deren Erfolg in Japan nur von Final Fantasy, vom ehemaligen Konkurenten Squaresoft, erreicht wird. Im Westen ist Dragon Warrior weniger bekannt, es erschienen lediglich die ersten 4 Teile für das NES und der 7. Teil für die Sony Playstation, und auch nur in Amerika. In Europa wurden zumindest Ableger der Serie, die spielerisch an Pokemon angelehnten Dragon Quest Monster-Spiele, veröffentlicht.

Kreativer Kopf von Dragon Quest ist Yûji Horii, der Autor der Serie, die Figurengestaltung der Helden und der Monster wird von Akira Toriyama übernommen, und Komponist der Serie ist Kôichi Sugiyama.

Anders als Konkurrent Squaresoft ist Enix weniger ein Entwickler als vielmehr ein Vertrieb, der die Entwicklung der Spiele kleineren, unabhängigen Firmen überläßt. So veröffentlichte Enix für das SNES verschiedene Action-RPGs, darunter Actraiser, Illusion of Gaia und Terranigma, alle entwickelt von Quintett. Die Star Ocean-Serie von tri-ace wird in Japan ebenfalls von Enix vertrieben. Die westlichen Veröffentlichungen dieser Spiele überließ Enix jedoch Nintendo und Sony, weswegen der Name Enix eher in Vergessenheit geraten ist.

Die Dragon-Warrior-Spiele gehörten zwar zu den beliebtesten Rollenspielen für das NES, jedoch waren Rollenspiele an sich auf Konsolen nur ein wenig profitables Nischengenre, weswegen Enix sich für lange Zeit vom westlichen Markt zurückzog. Erst zu Playstation Zeiten wurde das Genre mit Final Fantasy VII von Konkurrent Squaresoft massenmarktfähig, was Enix ermutigte, den 7. Teil ihrer berühmtesten Serie in den USA zu veröffentlichen. Jedoch konnte Dragon Warrior VII den enormen Erfolg von über 4 Millionen verkauften Einheiten in Japan nicht in den USA wiederholen: die enttäuschend simple Präsentation schreckte zuviele Käufer ab.

Diese Schwierigkeiten auf dem westlichen Markt Fuß zu fassen stellten für Enix dann auch das ausschlaggebende Motiv dar, 2003 mit Squaresoft zu fusionieren. Die Beziehung zu Squaresoft war auch davor schon freundschaftlich geprägt, und als Squaresoft wegen kostspieliger Prestige-Projekte wie dem Final-Fantasy-Film Flop in finanziellen Schwierigkeiten steckte, willigte man in eine Fusion ein. Enix profitiert von dieser Fusion vor allem durch Squaresofts Know-How in den Bereichen Computer-Animation und Online-Spiele, sowie den im Westen bekannten Markennamen.
Im Beitrag enthaltene URLs:
 
nach oben