FastPath ist nicht etwa, wie der Glauben der meisten Leute ist, die Abschaltung einer Fehlerkorrektur, sondern es ist die Umschaltung auf ein anderes Übertragungsformat. Von Interleaving zu FastPath.
Dies ist ein erheblicher Unterschied, da die Daten nach wie vor mit Fehlerkorrekturen bearbeitet werden können, und auch werden!
Stellen wir uns vor wir wollen ein Datencluster senden, das folgendermaßen aussieht:
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
und während der Übertragung treten Störungen auf, so erhalten wir eventuell solch ein Datencluster:
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 _ _ _ _ 16 17 18 19
Fehlerkorrekturmechanismen, wie zum Beispiel Reed-Solomon können zwar nach wie vor eine Fehlerkorrektur initiieren, jedoch ist das durch die großflächige Beschädigung des Clusters nur schwer möglich.
Der Trick beim Interleaving ist es nun die zu versendenden Daten in anderer Form "zusammenzustellen" . etwa so:
0 4 8 12 16 1 5 9 13 17 2 6 10 14 18 3 7 11 15 19
Erfolgt jetzt eine Störung gleichen Umfangs, so wird zwar eine gleich große Fläche des Clusters beschädigt:
0 4 8 12 16 1 5 9 13 17 2 _ _ _ _ 3 7 11 15 19 ...
allerdings sieht die Beschädigung nach der Übertragung, und der Wiedereinordnung der Bestandteile so aus:
0 1 2 3 4 5 _ 7 8 9 _ 11 12 13 _ 15 16 17 _ 19
Hier haben Fehlerkorrekturen leichteres Spiel, um Schäden zu beheben, beziehungsweise machen Schäden dann eben nicht mehr soviel aus.
Natürlich ist dies nur ein Beispiel, eine modellhafte Darstellung des Interleaving, dem Gegenteil von FastPath, mit Bitsprüngen vom Wert 4, im Realen sind diese Sprünge natürlich größer!
FastPath ist nun genau die zuerst genannte Form der Datenübertragung, das "durcheinanderwürfeln" der Bits kostet eben Zeit (=höhere Ping), da dies beim FP unterbleibt sinkt der Pingwert.
Nach wie vor werden die gleichen Fehlerkorrekturen verwendet, nur die Übertragungsform der Daten ist eine andere!
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