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Gary Kildall * 1942 - 11.7.1994, entwickelte CP M, das erste Betriebssystem für Hobby und Kinderzimmer
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Gary Kildall
Als 1972 der Intel 4004 erschien war unter seinen Käufern auch Gary Kildall : Lehrer und begeistert von den neuen Prozessoren. Er machte sich daran diesen Chip zu programmieren und tat dies auch bei den Nachfolgern 8008 und 8080. Ähnlich wie Bill Gates programmierte er zuerst auf Minicomputern welche die 8080 er Prozessoren simulierten. Doch damit endete auch die Ähnlichkeit.
Gary Kildall wurde 1942 geboren, machte einen Abschluss als Informatiker und nahm gerade eine erste Lehrstellung an einem College an, als er mit den ersten Mikroprozessoren in Kontakt kamen, die ihn sofort faszinierten. Er machte 1972 seinen Doktor in Computerwissenschaft und verstand damit etwas von dem was er tat.
Das erste was Gary schaffte war eine Implementation von PL/1 für den 8008 und nannte es PL/M. PL/1 ist nicht etwa wie BASIC eine kleine Sprache zum Programmieren lernen sondern eine ziemlich komplexe Sprache aus der Großrechnerwelt. Zudem hat der 8008 nur einen Adressbereich von 16 K.
Zusammen mit Gordon Eubanks ( Chef von Symantec ) baute er einen Computer auf Basis des 8080. Dazu schrieb er ein Betriebsystem welches er CP/M nannte. (Control Program for Mikrocomputers).
Kildall bot CP M ... Intel zusammen mit PL/M für 20,000 USD und ein Entwicklungssystem an. Intel hielt nichts von CP/M, denn schon ohne Betriebssystem verkauften sich ja die Chips, wie man an den Altairs sehen konnte. Aber weil man mit Gary schon gut zusammengearbeitet hatte, zahlte man Ihm für PL/M die ganze Summe und schenkte ihm das Entwicklungssystem. Vorher hatte Gary wie später Gates, die Software auf dem Unirechner einer PDP-11 geschrieben, die einen 8080 emulierte.
Gary machte sich selbstständig und gründete die Firma "Intergalactic Digital Research Inc.", Später wurde der verspielte Firmenname gekürzt auf "Digital Research Inc.". Und er verkaufte CP/M.... Die erste Version war noch auf einen Rechner zugeschnitten, doch bald entwickelte eine modulare Bauweise, die es erlaubte CP/M auf den verschiedensten Maschinen zu fahren, solange sie einen 8080 oder Z80 Prozessor hatten.
1981 lief CP/M auf 600.000 Rechnern in 300 verschiedenen Konfigurationen. CP/M lief sogar auf Rechnern ohne 8080 (später Z80) Prozessor.
Microsoft machte mit einer "Softcard" für den Apple mehr Umsatz mit CP/M, als mit ihrer eigenen Software. Dies war eine Karte mit dem Z80 Prozessor und CP/M. Dabei war CP/M " das Auto das mit Wasser fährt ", wie ein Freund von Gary es beschrieb. Es war klein, unkompliziert und schnell. Doch Gary hatte wenig Sinn fürs Geschäft. Die erste Lizenz verkaufte er für 90 USD pro Kopie an GNAT Computer. 1977 verlangte er beim Geschäft mit IMSAI 25.000 USD für alle Lizenzen.
Der Chef von IMSAI, Rubinstein sagte, das er das Gefühl gehabt hatte, CP/M von Ihnen zu stehlen und ihm Gary und seine Frau Dorothy als Geschäftsleute " wie Kinder im Wald" vorkämen. Man bedenke, das Microsoft für ihr BASIC 500 USD pro Kopie haben wollten ! 1979 erschien die am weitesten verbreitetste Version CP/M 2.2. Sie kostete mit 70 USD pro Kopie, weniger als ein Siebtel dessen, was Gates für sein BASIC haben wollte.
1991 verkaufte Gary Kildall Digital Research an Novell und wandte sich anderen Dingen zu. Er erfand das Filesystem für Multimedia CD-ROM's. Novell brachte noch eine Version von DR-DOS als Novell DOS heraus. 1996 wurden die Rechte weiter an Caldera verkauft. Einen Tag nach dem Kauf legte Caldera eine Klage auf, in der sowohl das Klonen von CP/M-86 wie auch der Windows Code zum Abfangen der DOS Version als wettbewerbswidrige Handlungen angeklagt wurden.
Am 11.7.1994 starb Gary Kildall im Alter von 52 an den Folgen einer Herzattacke.
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