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Laserdisk - Player mit einer Laserdisk
Im Gegensatz zu Tonbändern, Schallplatten, Videobändern
und anderen Bildplatten-Techniken gibt es daher keine
Abnutzung. Heute sind sie im Heimbereich von den DVDs
nahezu verdrängt.
Die LD wurde von Phillips ursprünglich unter dem
Namen Laservision entwickelt und in Deutschland als
Bildplatte angeboten. Die LV verfügte über
eine analoge Bild- und Tonaufzeichnung. Das Format erreichte
aufgrund seiner hohen Qualität eine weite Verbreitung
in den USA, floppte jedoch in Europa.
Auf der Basis der LV entwickelte Phillips die CD, die
sich durch einen kleineren Durchmesser, dünnere
Medien, den Verzicht auf Bildinformationen und den Übergang
zur digitalen Kodierung des Tons auszeichnete.
Pioneer entwicklete die LV zur LD weiter. NTSC-LDs
verfügen sowohl über analoge, als auch digitale
Tonspuren. Daher können sowohl LVs als auch LDs
sowohl mit LV- als auch mit LD-Spielern abgespielt werden.
PAL-LDs enthalten nur die digitale Ton-Information.
LDs gibt es in den 3 Größen 30 cm (LP),
20 cm (EP) und 12 cm (bei diesen ist die Hardware mit
einer CD identisch). Die beiden großen Format
können beidseitig bespielt sein.
Die Aufzeichnung erfolgt im CLV- oder CAV-Format. CAV
(Constant Angular Velocity) erlaubt Zeitlupe und Standbild
in optimaler Qualität, die Spielzeit ist jedoch
auf 30 min (NTSC) oder 37 min (PAL) beschränkt.
CLV (Constant Linear Velocity) erlaubt 55 min (NTSC)
oder 60 min (PAL). Tatsächlich sind jedoch die
meisten LDs, bei denen CLV angegeben ist, im CAA-Format
(Constant Angular Accelleration) bepielt und können
bis zu 60 min (NTSC) oder 74 min (PAL) Laufzeit haben.
Alle diese Angaben beziehen sich auf eine Seite.
Die 12-cm-Version wird häufig als CD Video bezeichnet
und hat nichts mit dem DVD-Vorläufer Video-CD zu
tun. Es können 6 min Bild und Ton und weitere 20
min nur Ton aufgezeichnet werden. Der Nur-Ton-Anteil
kann von jedem CD-Spieler wiedergegeben werden.
Das Format erlaubt die Verwendung von DTS und Dolby
Digital (bei LDs zumeist als AC-3 bezeichnet). Die Datenrate
ist dabei signifikant höher als bei einer DVD.
Qualität im Vergleich zu VHS und DVD
Auflösung
- VHS: begrenzt
- DVD: beschränkt durch genormte Pixelzahl der
Digitalisierung
- LD: beschränkt durch das verwendete Format
PAL oder NTSC, Studioqualität
Bildfehler
- VHS: zunehmend durch Abnutzung, Drop-Outs, Großflächenflimmern
- DVD: Artefakte
- LD: Großflächenflimmern
Ton
- VHS: Stereo, HiFi-Qualität
- DVD: Digital, datenreduziert, 1 - 6 Kanäle,
mehrere Tonspuren
- LD: Digital, verlustfrei, 2 - 4 Kanäle, alternativ:
Mehrkanalton
Im Vergleich mit Videokassetten und DVDs ist das Medium
groß und teuer. Es gibt auch keine Möglichkeit,
Laserdisks privat aufzunehmen. In Deutschland hat sich
das System nur bei Heimkino-Fans Basis durchgesetzt.
Heute sind Laserdisks begehrte Sammlerobjekte, die hohe
Preise erzielen können.
Die CD Video EP ist die kleinere Variante der Laserdisk
mit einem Durchmesser von gut 20 Zentimetern (8 Zoll)
und insgesamt einer Stunde Speicherkapazität.
Einem breiten Publikum bekannt wurde die Laserdisk
durch ihren Einsatz in den Spielhallen-Spielen Dragon s
Lair und Space Ace.
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