Opera

Software-Anwendungsprogramme
Opera ist ein Webbrowser. Seine grösste Stärke ist die Geschwindigkeit. Auch ist er nicht kostenlos erhältlich.


Opera
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Als der Browser Opera Ende 1996 in Norwegen das Licht der Öffentlichkeit erblickte, sagte man ihm keine große Zukunft voraus. Microsoft brachte mit dem Internet Explorer einen kostenlosen Browser heraus, der schließlich den Marktführer Netscape ins Wanken brachte.

Opera dagegen kommt in der kostenlosen Variante mit einem Werbebanner in der rechten oberen Ecke, als sogenannte Adware. Dieser lässt sich durch eine Registrierung für 34 Euro entfernen (20 Euro für Studenten).

Die Funktionen der beiden Versionen unterscheiden sich nicht, lediglich der so genannte Kiosk-Modus ist in der Bannerversion nicht zugänglich, dieser dürfte für den Normaluser allerdings nicht interessant sein.

Die Gründe, weshalb dieser Browser trotz kostenloser Konkurrenz eine wachsende Fangemeinschaft aufweist, sind unter anderem seine an eigene Bedürfnisse anpassbare Oberfläche und seine Schnelligkeit bei Darstellung und Bedienung.


Technische Funktionen:

Im Gegensatz zu den immer größer werdenden Produkten der Konkurrenz, wie Netscape Navigator und Microsoft Internet Explorer, die sich der 20-Megabyte-Grenze näherten, passte Opera bis zum Jahr 2001 sogar auf eine doppelseitig, beschriebene HD-Diskette (1,44 MB, zur Erinnerung).

Opera hielt sich vergleichsweise genau an HTML-Standards, konnte Seiten "zoomen", also schrittweise vergrößern, mehrere Fenster mit Webseiten gleichzeitig innerhalb der Anwendung öffnen (MDI, Multiple Document Interface) und sich die besuchten Webadressen beim Beenden merken.

Nach einem Neustart (oder nach einem Absturz des Systems) kann der Browser diese Verbindungen automatisch wiederherstellen. Damals konnte das kein anderer Browser.

Dafür verzichtete der Hersteller auf Beigaben wie HTML-Editoren, Mail-Clients und ähnliches, mit dem Hinweis, dass es dafür sowieso spezialisierte, bessere Software gebe.

Mittlerweile integriert Opera jedoch auch einen Mail-Client (M2), einen IRC-Client sowie einen RSSfeed-Reader.

Opera stellt den Browser für verschiedene Betriebssysteme wie BeOS, Mac OS, OS/2, FreeBSD, QNX, Solaris, Linux und Windows in verschiedenen Sprachen zur Verfügung.


Konfigurierbarkeit:

Opera ist vor allem durch seine weitgehende Konfigurierbarkeit und die zahlreichen leistungsfähigen Maus- und Tastaturkürzel interessant. Eine Konfigurationsfreiheit liegt in der Datei search.ini, die die Definition eines Buchstaben-Kürzels zur Suche in frei gewählten Nachschlagewerken erlaubt. - Weiterhin kann man unerwünschter Werbung ein Schnippchen schlagen, indem man (über F12) Plugins (wie Shockwave), Java und JavaScript ausstellt, oder Pop-Up-Fenster einfach nicht öffnen lässt.


E-Mail Programm:

Opera 7 enthält ein gutes eingebautes E-Mail-Programm mit dem Namen "M2". Dieses E-Mail-Programm arbeitet mit Sichtpunkten. Das bedeutet, dass alle E-Mails im Posteingang landen und dann in verschiedenen, auch selbst erstellten, Ansichten, wie beispielsweise Aktive Adressen, Kategorien, Dateianhänge, Mailingliste, Newsgroups und Mails von Kontakten, angezeigt werden können. Daneben bietet M2 einen lernenden Spamfilter, POP 3, IMAP und Newsgroup-Unterstützung. In der Version 7.50 wurde außerdem ein Newsreader für RSS-Feeds in M2 eingebaut.


Sonstiges:

Durch einen Benutzermodus kann man auch eigene Stylesheet-Dateien verwenden, um das Aussehen von Websites zu verändern. Im Vollbildmodus kann man auch Präsentationen im HTML-Format anschauen, welche mit dem Programm QuickShow erstellt wurden.

Mit Opera können auch WAP-Seiten, also Seiten für Mobiltelefone betrachtet werden.

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