Gustav Theodor Fechner (* 19.4.1801 in Großärchen,Deutschland; † 18.11.1887 in Leipzig Deutschland )
Gustav Theodor Fechner
Nach einem Studium der Medizin in Leipzig arbeitete er zunächst als Schriftsteller und Übersetzer physikalischer und chemischer Lehrbücher.
1834 wurde er Professor für Physik an der Universität Leipzig und später zum Gründungsdirektor des ersten physikalischen Instituts Deutschlands.
Nach intensiver Arbeit an physikalischen Experimenten litt er für mehrere Jahre an einer Augenerkrankung. Später untersuchte er die Beziehung zwischen dem Physischen und Psychischen, wobei er Naturphilosophie und exakte Naturwissenschaften auf originäre Weise verband.
Gustav Fechner gehört damit zu den Begründern der Psychophysik und der experimentellen Ästhetik. Von großer Bedeutung ist das als Grundgesetz der Psychophysik bekannte Fechnersche Gesetz, das den logarithmischen Zusammenhang zwischen physikalischem Reiz und physiologischer Reizempfindung beschreibt. Fechner baut damit auf Arbeiten von Ernst Heinrich Weber (Leipziger Physiologe, 1795-1878) auf.
Diese Zusammenhänge sind wesentliche Grundlage für die Digitalisierung, Speicherung und Wiedergabe von Audio- und Videodaten. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit blieb er auch seinem Hobby als Schriftsteller treu und verfasste unter dem Pseudonym Dr. Mises satirisch-humoristische Schriften.
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