Hermann Hollerith mit der Lochkarten- Maschine
Hollerith war graduierter Bergwerksingenieur und hatte Patente für eine automatische Eisenbahn-Druckluftbremse und für die maschinelle Herstellung von Wellblechplatten angemeldet.
Da er zunächst als Statistiker für die amerikanische Regierung arbeitete, beschäftigte er sich mit der Erfassung und Speicherung von Daten mittels Lochkarten.
Als Vorbild verwandte er ein zur damaligen Zeit im Eisenbahnbereich gebräuchliches System, das mittels mehrerer Löcher in den Fahrkarten die Fahrgäste nach Geschlecht und Alter klassifizierte.
Er entwickelte ein System zur Erfassung von Daten auf Lochkarten. Am 8. Januar 1889 meldet er sein System zum Patent an. Er wird damit zum Begründer der maschinellen Datenverarbeitung. Sein System wurde bei der Volkszählung 1890 angewandt und trug zu einer starken Beschleunigung der Auszählung bei.
Nach weiteren Verbesserungen des Systems gründete er schließlich 1896 die Tabulating Machine Company um seine Erfindung kommerziell zu verwerten.
1911 fusionierte die Tabulating Machine Company mit der Computing Scale Corporation und der International Time Recording Company zur Computing Tabulating Recording Corporation (CTR). 1924 wurde CTR schliesslich in International Business Machines Corporation (IBM) umbenannt.
Siehe Joseph-Marie Jacquard |