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Alles begann mit dem ARPANET. (Siehe aber Paul Baran)
Am Anfang vollzog sich die Entwicklung des Internets noch sehr langsam.
Im Jahre 1969 schlossen vier Universitäten im sonnigen Kalifornien ihre riesigen Computersysteme auf Betreiben des US - Verteidigungsministeriums zusammen. Dieser Zusammenschluß war die Urzelle, die Keimzelle des Internets; ein Mininetz war geboren.
ARPANET nannte sich dieser Verbund. ARPANET seht für: Advanced Research Projects Agency - NET.
1971 wuchs die Zahl der verbundene Computersysteme immerhin schon auf 23. Im Jahre 1971 fanden auch die ersten erfolgreichen Versuche mit der elektronischen Post, der E-Mail, statt.
Im Jahre 1973 wurden die ersten europäischen Großrechner in den Verbund eingegliedert.
In der Zwischenzeit entstanden weitere Netzwerke, beispielsweise das BITnet, das NSFNET oder das von der Firma IBM geförderte Netzwerk EARN.
Mit TCP / IP zum INTERnet:
Viele unterschiedliche Netze bringen auch viele unterschiedliche Übertragungsverfahren mit sich.
Man brauchte einen Standard, der alle Rechner miteinander verbinden konnte. Zu Beginn der 80er Jahre wurde deshalb das Netzwerkprotokoll TCP-IP entwickelt, eine Weiterentwicklung des für das ARPANET genutzten Übertragungsverfahrens.
Ein Netzwerkprotokoll ist nichts weiter als das Übertragungsverfahren für die Daten im Netz, die technische Grundlage für das Funktionieren. TCP-IP steht für Transmission Control Protocol / Internet Protocol, zu deutsch: Übertragungskontroll - Verfahren / Internet Protokoll.
Erst diese technische Grundlage machte es möglich, dass die verschiedenen Netzwerke nach und nach zum INTERnet zusammenwachsen konnten.
TCP / IP hat sich mittlerweile zum Standard für die meisten Netzwerke entwickelt.
Erste Verbindung nach Deutschland:
1984 wurde erstmals eine Internet - Verbindung nach Deutschland ( Uni - Dortmund) geschaltet. Im Jahr 1984 sind etwa 1.000 Rechner - Systeme am INTERnet angeschlossen.
1985 sind weltweit bereits 2.000 Rechner - Systeme angeschlossen.
1989 erreicht die Zahl der angeschlossenen Systeme 100.000;
1992 sind eine Million Rechner - Systeme am INTERnet angeschlossen.
Der Weg für die Öffentlichkeit:
Bis Anfang der 90er Jahre war das INTERnet ein durch und durch elitärer Verbund. Man nutzte seine Möglichkeiten vorrangig im universitären (und militärischen) Bereich.
Immerhin konnte man schon tolle Dinge mit dem INTERnet anstellen. Versenden und Empfangen von E - Mails, Suche in Datenbanken, Fernsteuerung von Rechnern, oder Nutzung elektronischer Diskussionsforen.
Leider war die Bedienung alles andere als nutzerfreundlich. Die Benutzer mußten kryptische Befehle lernen und diese in freudlose karge Bildschirmoberflächen eingeben.
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Hier haben Sie eine Vorstellung, wie es noch Anfang der 90er Jahre aussah und eingefleischte Computerfreaks können gar nicht verstehen, wo eigentlich das Problem liegt (Die Eingabebox des Betriebssystem DOS können Sie heute noch über Windows aufrufen).
Das im Internet verbreitete Betriebssystem hieß und heißt UNIX (bzw. Linux). UNIX / Linux musste bis über die Jahrtausendwende wie DOS über Befehle bedient werden.
Ein weiteres Hemmnis war:
Die Öffentlichkeit wusste Anfang der 90er Jahre kaum etwas über das Internet und der einfache Heimnutzer wurde auch schlichtweg nicht in das INTERnet hineingelassen. Manche Computerfreaks schlossen ihre Heimcomputer jedoch damals schon über ein so genanntes Modem an das Telefonnetz an.
Modem ist ein Kunstwort aus Modulator / Demodulator. Das Modem wandelt digitale Computerdaten in analoge Telefonschwingungen um und umgekehrt. Mit einem Modem wählte man sich beispielsweise in Mailboxen ein. Das waren lokal stationierte Serversysteme (Server = Diener), über die man Daten abrufen und Nachrichten austauschen konnte.
In diesem Zusammenhang spricht man auch vom so genannten Bulletin Board System (BBS). Und tatsächlich: Die Mailboxen entwickelten sich zu einem regelrechten Informationssystem, welches gerne von bestimmten Interessengruppen zum Informationsaustausch genutzt wurde.
Auch Firmen nutzten Mailboxsysteme, um ihren Mitarbeitern Zugriffe auf das Firmennetz zu gewähren. Selbstverständlich musste man dafür ein Passwort eingeben.
Die meisten Menschen hatten damals mit der Rechnertechnik noch nicht viel "am Hut". Es war einfach zu teuer und zu kompliziert.
Online - Dienste: BTX und Minitel:
Aber es gab Alternativen:
So genannte Online - Dienste stellten Dienstleistungen über das Telefonnetz zur Verfügung. Wer wollte, konnte sich in den 80er Jahren bei der Deutschen Telekom AG einen speziellen Decoder besorgen. Diesen musste man nur noch mit dem Fernseher und der Telefonleitung verbinden und schon stand jedermann die schöne Online - Welt zur Verfügung. BTX nannte sich diese Segnung der Moderne in Deutschland, Bildschirmtext.
BTX wurde 1977 erstmals auf der Berliner Funkausstellung vorgeführt. Nach Versuchsbetrieb in Berlin und Düsseldorf erfolgte 1984 die bundesweite Einführung.
In Frankreich dagegen wurde ein ähnliches System namens Minitel installiert. Im Gegensatz zu BTX wurde Minitel in Frankreich ein großer Erfolg. Grund waren die geringeren Preise und die einfachere Bedienung.
Schon damals war es möglich, Online- Shopping zu betreiben, Buchungen zu tätigen oder zweifelhafte Inserate kommerzieller "Sex - Anbieter" zu studieren.
Sehr beliebt war vor allem das sichere Online - Banking über das eigene BTX - Netzwerk.
Die Bedienung funktionierte im Prinzip ähnlich wie heute im World Wide Web. Durch Eingabe von Nummern (im Internet ist es jetzt das Anklicken von Links) verzweigte man sich auf weiter führende Seiten. Hier konnte man Texte und Informationen abrufen und von Videotext bekannte Grafiken im "Bauklötzchenformat" bestaunen. Oft fielen jedoch weitere Gebühren für Seitenabrufe an.
Trotzdem benötigte man keinen Computer und keine separate Tastatur: Das Eingeben der Nummern erfolgte ganz einfach mit den Zifferntasten des Telefons.
So sieht / sah eine typische BTX - Seite aus:
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BTX
BTX erlaubte auch schon damals das Verschicken von Mitteilungen (heute: E - Mails) an andere BTX - Teilnehmer.
Selbst wenn Sie BTX nicht kennen gelernt haben, eine Version ist mit "Videotext" heute noch vorhanden. Hier bekommen Sie ebenfalls durch Eingabe von Nummern Zugriff auf bestimmte Seiten mit Informationsangeboten.
Das World Wide Web entsteht:
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Der Brite Tim Bernes - Lee, seinerzeit Kernphysiker und Computerspezialist am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz "erbarmte" sich der Welt und "erfand" 1989 / 90 das World Wide Web, das "weltweite (Spinnen)netz".
Tim Bernes - Lee entwickelte eine Sprache, mit der man Informationen auch grafisch darstellen kann, HTML genannt.
Mit der Progammiersprache HTML ermöglichte er auch, dass man von einer zur nächsten Seite navigieren kann (anklickbare Links). Gleichzeitig schaffte er die Voraussetzungen dafür, dass diese Seiten auf dem PC - Monitor dargestellt werden konnten; dafür sorgte ein Anzeigeprogramm namens "Browser".
Allerdings waren auch hier "noch mächtig viele Hürden" zu überwinden, bis mit dem von Marc Andreessen (mit) entwickelten Netscape - Browser 1995 / 96 der Siegeszug des WWW nicht mehr aufzuhalten war.
Explosionsartig entstanden so ab Mitte der 90er Jahre bunte, bilderstrotzende Webseiten, kinderleicht mit der Maus zu bedienen.
Das Wort Browser kommt von "to browse". Man kann es mit "blättern, schmökern" übersetzen.
Das "Blättern" von einer Seite zur anderen wird "Surfen" genannt.
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Es gibt 121 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
Alternative, Analog, Andreessen, Anzeige, ARPA, ARPANET, Aufruf, Aufrufen, Bank, Baran, BBS, Befehl, Benutzer, Bereich, Betriebssystem, Bildschirm, Bildschirmtext, BITnet, Board, Box, Browser, BTX, Bull, Bullet, CERN, Code, Computer, Computerspezialist, Daten, Datenbank, Demo, Digital, Disk, DOS, DOS-BOX, EIDE, Eingabe, Ersetzen, Eser, Euro, E-Mail, E Netz, Fangen, Foren, Format, Freak, Funktion, Grafik, Großrechner, Heimcomputer, HTML, IBM, Inform, Information, Internet Protocol, Lee, Leitung, Licht, LIFO, Line, Link, Linux, Lokal, Mach, Mailbox, Maus, Minitel, Mode, Modem, Modul, Monitor, Nachricht, Nativ, Netscape, Netz, Netzwerk, Netzwerkprotokoll, NSFNET, Oberfläche, Online, Pass, Passwort, Ping, POST, Programm, Protokoll, Rach, Rechner, Reis, RISC, Satz, Seite, Server, Sprache, Standard, Steuerung, Surfen, System, Tastatur, TCP, TCP-IP, Telefonnetz, Text, Tim Bernes Lee, Übertragung, UNIX, Verbund, Version, Videotext, WAND, Web, Webseite, Window, Windows, World Wide Web, Wort, WWW, Zahl, Zelle, Ziffer, Zugriff
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