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Bezahlung später

Zahlungssystem, Kreditkarte

Internet-Tutorial
Seit 1950/1951 besteht die Möglichkeit, eine gestundete Zahlung per Karte vorzunehmen.

Damals ermöglichte Diners Club seinen Kunden, bargeldlos in Restaurants zu bezahlen - doch erst mit der Standardisierung der Magnetstreifeninformationen 1970 begann das Plastikgeld sich durchzusetzen.

Heute ist die Kreditkarte das einzige international standardisierte Zahlungsmittel.
Zahlungssystem Kreditkarte
Zahlungssystem Kreditkarte

Praxis:

Für den Internetkauf per Kreditkarte genügt zumeist die Übermittlung von Kartennummer und Verfallsdatum durch den Karteninhaber (in einigen Fällen wird auch die dreistellige Prüfziffer auf der Kartenrückseite herangezogen).

Die Abwicklung der Zahlung vollzieht sich zwischen dem Payment Gateway des Kreditkartenprozessors und der kartenherausgebenden Bank des Kunden (Issuer).

Um Zahlungen per Kreditkarte zu ermöglichen, benötigen Händler einen Kreditkartenakzeptanzvertrag mit einer dazu autorisierten Bank (Acquirer).


Rechtslage:

Während der per Kreditkarte bezahlte Ladenkauf durch die Unterschrift des Kunden unumkehrbar wird (Card-Present), stellt die Kreditkartenzahlung im Internet bzw. per MOTO (Mail Order - Telephone Order) eine Card-Not-Present-Transaktion dar.

Ein solcher Vorgang ist rechtlich nur bedingt verbindlich, da Kunden jederzeit abstreiten können, den Kauf getätigt zu haben.

Die Kosten des resultierenden Charge-Backs trägt in aller Regel der Händler.

Zusätzlich gelten die Bestimmungen des Fernabsatzgesetzes, die ein generelles Rückgaberecht für fernbestellte Waren innerhalb von bis zu vier Monaten nach Bestelldatum vorsehen.


Zahlungssicherheit:

Um dennoch in den Genuss von Zahlungssicherheit für Kreditkartenzahlungen zu gelangen ist der Einsatz von Sicherheitstechnologien unumgänglich.

So garantiert das VISA 3D-Secure-Programm beteiligten Händlern, dass die Kosten aus widerrufenen Transaktionen von der kartenausgebenden Bank getragen werden (Haftungsumkehr).

Der Beleg für eine mit dem 3D-Secure-Programm gesicherte Seite ist das Zertifikat "Verified by Visa".

Neben 3D-Secure und dem von MasterCard angekündigten Standard UCAF ist für den bestmöglichen Schutz der Kundendaten nach wie vor eine SSL-Verschlüsselung unerlässlich.


Kosten:

Als Pay-Later-Transaktion fällt für den Kreditkartenkauf ein Zins an, der gemeinsam mit der Transaktionsgebühr den Disagiosatz bildet. Disagiosätze bewegen sich in der Regel im unteren einstelligen Prozentbereich.


Verbreitung:

Kreditkarten sind weltweit verbreitet, in Deutschland dagegen trotz gegenläufiger Tendenz noch nicht so beliebt wie die Lastschrift. Kreditkartenbesitzer sind allerdings überdurchschnittlich in der Gruppe der Online-Käufer vertreten.

Marktführer auf dem deutschen Markt sind VISA und MasterCard/EuroCard, gefolgt von American Express, Diners Club und JCB (für japanische Kunden).
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Es gibt 46 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:

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