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Joseph-Marie Jacquard (1752 - 1834)
Jacquard wurde in Lyon als Sohn eines Webers geboren. Sein Vater besaß eine Werkstatt mit mehreren Webstühlen und seine Mutter arbeitete als Mustereinleserin in einer Seidenmanufaktur. Bereits als Kind musste Jacquard die Musterfäden ziehen.
Weil ihm diese Arbeit verhasst war, lernte der junge Jacquard das Gewerbe eines Buchbinders. Trotzdem erbte er nach dem Tod seiner Eltern deren Werkstatt und begann in dieser, die Musterwebtechnik zu mechanisieren. Seine ersten Versuche blieben jedoch erfolglos und Jacquard verarmte zusehends.
1789 brach die französische Revolution aus. Lyon und Jacquards Werkstatt werden zerstört. Erst 1795 kehrte Jacquard nach Lyon zurück, wo er seine Versuche weiterführt. Durch die Revolution lag die Wirtschaft darnieder und Jacquard fand einige Textil-Fabrikanten, die seine Versuche finanziell unterstützten.
Einige wichtige Verbesserungen am Produktionsprozess und den Webstühlen verhalfen ihm zu einigem Ansehen und einer Berufung an das "Conservatoire des arts et métiers" durch Napoléon Bonaparte im Jahr 1804. Dort entdeckte Jacquard die zerlegten Reste von Vaucansons Webmaschine und rekonstruiert diese. Schließlich kombiniert er dessen Steuerungstechnik mit Techniken der österreichischen Musterwebstühle.
Dieser Webstuhl war die erste "programmierbare" Maschine (konnte also umgerüstet werden) und legte somit einen Grundstein zur heutigen Automatisierung. Er beseitigte das letzte Hindernis zur vollständigen Automatisierung der Weberei: die Herstellung von gewebten Mustern.
Siehe Charles Babbage, Punched Card.
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