|
Die Abkürzung MCTA steht für Mobile Commerce Technologien und Anwendungen. Bei diesem auch M-Payment genannten Bereich geht es um das Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen mit dem Handy.
Das erste Verfahren, dass größere Aufmerksamkeit erlangte, war Paybox ab 1999. Dies war ein sprachbasiertes Bezahlverfahren, mit dem man vor allem im Internet und bei eBay, aber auch im Taxi und bei einer Reihe anderer Akzeptanzstellen bezahlen konnte. Paybox gelang es, in kurzer Zeit hohe Aufmerksamkeit zu erzielen und eine Vielzahl von Nutzern zu erreichen. Anfang 2003 wurde der Dienst von Paybox jedoch wieder eingestellt, da eine große Bank als einer der wichtigsten Anteilseigner ihr Engagement einstellte.
Als nächstes entdeckten die Mobilfunk-Provider, dass sich mit MCTA-Bezahlverfahren für mobile Dienste zusätzliche Umsätze generieren liessen. Vodafone stellte m-pay vor und das Konkurrenzprojekt von T-Mobile hiess Mobile Wallet, das aber mangels Kundeninteresse bald wieder eingestellt wurde. Mit Simpay startete eine konzertierte Aktion der großen Mobilfunkanbieter für ein gemeinsames Bezahlsystem auf europäischer Ebene. Allerding zerplatzte das Projekt Simpay mit lautem Knall im Juni 2005.
An der Universität Augsburg gibt es eine Arbeitsgruppe Mobile Commerce, die ein Mobile-Payment-Referenzmodell (MPRM) entwickelt hat. Es sieht eine gleichgewichtige Beteiligung von Banken und Mobilfunkanbietern an einer Kooperationslösung vor, und zwar im großen Stil, aber mit wenig Aufwand.
|