Als eine Analyse des ebenfalls von Ron Rivest entwickelten Vorgängers MD4 ergab, dass MD4 wahrscheinlich unsicher sei, entwickelte Rivest als Reaktion darauf MD5. Die Befürchtungen bezüglich MD4 wurden später durch einen erfolgreichen Angriff bestätigt.
MD5 verwendet vier (statt drei bei MD4) gegenüber MD4 modifizierte Runden und erzeugt einen Hashwert von 128 Bit Länge. Diese Hashwerte werden üblicherweise als 32-stellige Hexadezimalzahl notiert, die dann beispielsweise so aussehen kann:
34048ce4cd069b624f6e021ba63ecde5
Derartige MD5-Summen werden unter anderem von PGP verwendet und zur Integritätsprüfung von Dateien benutzt. Dabei wird die momentane MD5-Summe der Datei mit einer bekannten früheren Summe verglichen. So kann festgestellt werden, ob die Datei verändert oder beschädigt wurde. Auf Unix-artigen Betriebssystemen gibt es dazu das Programm md5sum.
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