Auf der Games Convention 2003 unterzeichneten 40 Entwicklervertreter einen Förderantrag. Im Ausland ist staatliche Förderung für Entwickler längst keine Ausnahme mehr, und Deutschland hinkt der internationalen Konkurrenz noch hinterher. Ein Bestandteil des Förderantrags ist, dass 2 bis 3% des Verkaufspreises den deutschen Spiele-Produktionen zu gute kommt. Mit dem Geld soll die Entwicklung von Prototypen und Referenztiteln gefördert werden.
Das Computec-Magazin PC-Games hält nicht viel von diesem Fördervertrag, und hat eine Petition mit dem Titel "Protest: keine Sondersteuer auf Computerspiele! " ins Leben gerufen.
Diese Aktion sorgt beim Bundesverband der Entwickler (G.A.M.E.) für Unmut. Nach Meinung der Spiele-Macher geht es der PC-Games eher darum, Spieler mit unnötig aufgebauschten Horrormeldungen über deutsche Produkte und angebliche erhebliche Verteuerungen gegen den Verband und die Initiative aufzubringen. G.A.M.E. betont, dass die Höhe der Sonderabgabe noch nicht festgelegt ist. Fest stehe hingegen, dass für alle Beteiligten – und damit auch für die Endkunden – keine wesentlichen Mehrbelastungen entstehen sollen.
Zum Vergleich für die Förderung wird unter anderem die deutsche Filmbranche genannt. Die bekommt circa 2,7 % von jeder verkauften Kinokarte, die dann in die deutsche Filmförderung einfließen.
Der G.A.M.E.-Verband bemängelt ausserdem, dass die PC-Games leider keinen Dialog mit den Entwicklervertretern vor dem Start der Petition gesucht habe. G.A.M.E. unterstreicht in einer Erklärung ihre Bereitschaft zu einer konstruktiven Diskussion. Und Schnellschüsse dieser Art bringen zwar viel Gerede, aber keine zufriedenstellende Lösung.