Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt ausgewählte Universitäten beim Aufbau "nachhaltiger Strukturen für den Einsatz von Multimedia", so das BMBF in einer Pressemitteilung. Für die Einrichtung von E-Learning-Servicestellen und den Ausbau ihrer Dienste an 20 Hochschulen fließen laut Veröffentlichung in diesem Jahr 25 Millionen Euro. Weiterhin sollen zusätzlich 15 Millionen Euro in anderen hochschulübergreifenden Projekten für "meist fachgebietsspezifische Service-Instanzen investiert werden". Die Projekte sind Teil des vom BMBF im Jahr 2000 gestarteten Förderprogramms "Neue Medien in der Bildung", für das bisher über 220 Millionen Euro bereit gestellt wurden.
In den Genuss der Förderung kommt unter anderem die Universität Trier. Diese teilte bereits in einer Pressemitteilung mit, wie die E-Learning-Integration vonstatten gehen wird: Erster Schritt im Projekt wird die Einführung einer zentralen Plattform sein, über die alle Lehrveranstaltungen an der Universität Trier verwaltet werden. Mit dieser Plattform erhalten Lehrende auch die Möglichkeit, elektronische Materialien bereit zu stellen, ihre Veranstaltung schrittweise nach Bedarf um Mail, Chat und Foren zu erweitern oder virtuelle Gruppenarbeit zu organisieren. Die Einführung der digitalen Seminarverwaltung wird von Schulungen, Workshops und individuellen Beratungsangeboten für das wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Personal begleitet.
In der Schweiz bietet die Universität in Zürich bereits seit 1999 ihren Studierenden die selbst entwickelte E-Learning-Plattform OLAT an. Mittlerweile wird diese als "Learning-Management System" campusweit von gut 10.000 Studenten in über 240 Kursen angewendet, zumeist als Begleitung zu Vorlesungen. Die Studenten laden sich Dokumente herunter, die dann als Selbsttests genutzt werden können. Im August wird nun die erste rekursfähige Prüfung über OLAT abgewickelt. Als Open Source-Projekt habe OLAT einen Entwicklungstand erreicht, der zurzeit weltweit konkurrenzlos ist, heißt es im Pressetext Schweiz. Inhaber und Vorstand von e-Learn AG , Günter Greff sagte dazu: "Es ist ein gutes Zeichen, wenn auch Universitäten den Nutzen von E-Learning erkennen. In der betrieblichen Weiterbildung der Unternehmen wird diese moderne Lehr- und Lernform nicht nur deshalb so geschätzt, weil sie Kosten senkt. Die Erfolgsformel des Blended E-Learning liegt in der Mischung aus webbasiertem Lernen mit tutorieller Unterstützung und externen Seminaren."