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Quadriga-Preis für WWW-Erfinder Tim Bernes-Lee

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Quadriga-Preis für WWW-Erfinder Tim Bernes-Lee


Anlässlich des 15. Jahrestages der Deutschen Einheit ist der Erfinder des World Wide Web, Sir Timothy Bernes-Lee in der Komischen Oper von Berlin mit dem Quadriga-Preis ausgezeichnet worden. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird alljährlich am 03. Oktober von der "Werkstatt Deutschland" an Persönlichkeiten vergeben, die "Vision, Mut und Verantwortung" bewiesen haben.

Die Laudatio zur Ehrung des geadelten Preisträgers hielt Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Kleinfeld bezeichnete Tim Bernes-Lee als "echten Ritter", da er mit seiner Erfindung "das Wissen der Welt jedem verfügbar gemacht hat". Milliarden von Seiten würden Suchdienste bereits im Web finden und zudem würden Projekte wie das "Projekt Gutenberg" mittlerweile ganze Bücher der Menschheit übers Internet verfügbar machen. "Zurecht ist das Hypermedium auch bereits als -Friedenskraft- bezeichnet worden", meint Kleinfeld in seiner Laudatio. In der Begründung des Kuratoriums hatte es geheißen, dass das WWW zum "Symbol des globalen Zeitalters" geworden sei. Es komme dem Mythos nahe, das Weltwissen an einem Ort zu vereinen. Das Web sei zudem "das Perpetuum Mobile des Weltgeistes", da es jedem offen stehe und jeder daran mitwirken könne.

Der Brite Tim Bernes Lee, seinerzeit Kernphysiker und Computerspezialist am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz "erbarmte" sich der Welt und "erfand" 1989 / 90 das World Wide Web, das "weltweite (Spinnen)netz". Tim Bernes - Lee entwickelte eine Sprache, mit der man Informationen auch grafisch darstellen kann, HTML genannt. Mit der Programmiersprache HTML ermöglichte er auch, dass man von einer zur nächsten Seite navigieren kann (anklickbare Links). Gleichzeitig schaffte er die Voraussetzungen dafür, dass diese Seiten auf dem PC-Monitor dargestellt werden konnten; dafür sorgte ein Anzeigeprogramm namens "Browser".

Allerdings waren auch hier "noch mächtig viele Hürden" zu überwinden, bis mit dem von Marc Andreessen (mit) entwickelten Netscape - Browser 1995 / 96 der Siegeszug des WWW nicht mehr aufzuhalten war. Explosionsartig entstanden so ab Mitte der 90er Jahre bunte, bilderstrotzende Webseiten, kinderleicht mit der Maus zu bedienen. Das Wort Browser kommt von "to browse". Man kann es mit "blättern, schmökern" übersetzen. Das "Blättern" von einer Seite zur anderen wird "Surfen" genannt.

Artikel von H. Gaerber - Di, 04.10.2005
Rubrik: Sonstiges
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