Das Basler Prognos-Institut kommt in seinem aktuellen Report 'Online-Medien 2009' zu dem Ergebnis, dass Online-Medienportale der klassischen Konkurrenz wie Fernsehen, Radio und Zeitung in den nächsten Jahren als Nachrichtenquelle den Rang ablaufen werden. Bereits heutzutage ziehen jüngere Menschen das Netz als Informationsquelle vor.
Laut der Studie liegt die Ursache für das rasante Wachstum der Online-Medien darin, dass sie das Interesse und die Nachfrage nach aktuellen Informationen bündeln, schnell sind und die Nutzer auch am Arbeitsplatz erreichen.
Noch sei es so, dass der Online-Sektor sein Wachstum nicht zu Lasten der Nutzungszeit von Radio und Fernsehen ausbaue. Allerdings raube das Internet den klassischen Medien schon jetzt den Neuigkeitswert, so das die meisten Zuschauer der Fernseh-Abendnachrichten die Schlagzeilen schon aus dem Internet kennen. Dabei nutzen die Surfer vorzugsweise die großen 'General-Interest-Portalen', die ihre starke Marktstellung nach Meinung der Studienautoren weiter ausbauen werden. Der Studie zufolge zählen dazu ORF.at und News.at in Österreich, Spiegel Online, Bild.de und RTL.de in Deutschland und Blick.ch, NZZ.de und tagesanzeiger.ch in der Schweiz.
Die Autoren der Studie räumen derartigen News-Portalen auch die besten Chancen auf dem rasch expandierenden Online-Werbemarkt ein. Das Prognos-Institut erwartet, dass die Online-Werbung bis 2009 mit jährlichen Wachstumsraten von bis zu 22 Prozent in der D-A-CH-Region stärker wachsen wird als alle anderen Werbeträger. Trotzdem wird die Online-Werbung nach Einschätzung der Marktforscher weiter deutlich hinter Fernsehen, Radio und Printmedien zurückbleiben.