Der Branchenverband der europäischen Mobilfunk-Provider GSM Association (GSMA) teilte auf der Fachmesse 3GSM World Congress in Barcelona mit, dass fünfzehn europäische Netzbetreiber eine gemeinsame Initiative gegen die Verbreitung von Spam via SMS- und MMS-Mitteilungen über Mobilfunknetze gegründet haben und ein gemeinsames Vorgehen beschlossen haben.
Von den deutschen Netzbetreibern beteiligen sich T-Mobile, Vodafone, o2 an der Initiative. Aus dem Ausland sind so bekannte Provider wie Orange, Hutchison und Telefónica mit dabei. Alle teilnehmenden Firmen betreuen zusammen etwa 500 Millionen Mobilfunk-Kunden in 50 Ländern.
Aufgrund der geschlossenen Vereinbarung wollen die Netzbetreiber ihre Netze stärker auf Spam-Hinweise überwachen. Den Kunden soll die Möglichkeit gegeben werden, unerwünschte Werbenachrichten zu melden. Das es sich um ein internationales Phänomen handelt wollen die Unternehmen Informationen zu Spam-Vorkommnissen uauch ntereinander austauschen.
Nach Ansicht des GSMA sind vor allem folgende drei Arten von Spam problematisch:
Versand von Werbung, ohne dass ein Einverständnis oder eine Anforderung durch den Handy-Nutzer erfolgt
Botschaften, die direkt oder indirekt zum Anrufen kostenintensiver Premium-Dienste verleiten
betrügerische Inhalte, die den Anwender bewusst finanziell schädigen sollen
Die Mobilfunkprovider wollen zukünftig ihre Geschäftsbedingungen so formulieren, dass die Provider die Mobilfunkverträge der Spammer kündigen können. Das gemeinsame Ziel ist, den Spam-Anteil von SMS und MMS auf weniger als ein Prozent zu senken. Rob Conway, der CEO der GSMA, sagte dazu: "Auch wenn mobiler Spam im Vergleich zu Spam im Festnetz ein kleines Problem darstellt, so können unangeforderte SMS- oder MMS-Mitteilungen die Mobilfunknutzer stören und verletzen".