Das Breitband-Geschäft boomt zwar, doch die Preise für DSL-Internet-Zugänge befinden sich seit Mitte vergangenen Jahres im freien Fall. - Und, der starke Preiskampf um die begehrten DSL-Kunden lässt offenbar bei den ersten Providern merkliche "Federn". Sowohl die Telekom-Tochter T-Online als auch die mobilcom-Tochter freenet vermelden keine guten Quartalszahlen:
So hat Europas führender Internetkonzern T-Online im ersten Quartal 2006 zwar noch kräftig zugelegt und die Kundenzahl ist vom 01.01. bis 31.03.2006 um gut eine halbe Million Kunden auf nunmehr 5,59 Millionen Kunden geklettert, doch die Überschuss-Bilanz zeigt deutliche Einbrüche: T-Online meldet für das erste Quartal einen Überschuss von 18,1 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 53,1 Millionen Euro.
Als Grund für den Einbruch nannte T-Online vor allem höhere Aufwendungen für die Gewinnung neuer Kunden. Diese hätten sich im Vergleich zum Vorjahr um gut 50 Millionen Euro erhöht. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) kletterte von 87,9 Millionen auf 89,3 Millionen Euro und der Umsatz von 508,8 Millionen auf 585,2 Millionen Euro.
Auch die mobilcom-Tochter freenet.de hat der Wettbewerb im DSL-Festnetzbereich hart zugesetzt: So konnte freenet im ersten Quartal zwar 75.000 DSL-Neukunden auf nunmehr 775.000 Kunden hinzu gewinnen, dennoch sank der Überschuss von vormals 17,4 Millionen Euro auf 12,1 Millionen Euro ab, während der Umsatz von 146,3 Millionen Euro auf 200,1 Millionen Euro stieg. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei um ein Viertel auf 27,5 Millionen Euro gesunken, teilte die mobilcom-Tochter am Dienstag in Hamburg mit.