Unter dem Motto "Kids in Media an Mation" zeigten in Lübeck Schüler aus 16 Schulen ihre selbst erarbeiteten Projekte zum Thema "digitale Medien im Unterricht". "Kids in Media an Mation" ist ein Teil des Aktionstages der Universität Lübeck. Am Projekt beteiligten sich Schulen aus Lübeck, Ahrensburg, Norderstedt, Satrup und Berlin. Unterstützt wird das Projekt, das noch bis zum Jahre 2007 läuft, von der Lübecker Possehl-Stiftung, dem Land Schleswig-Holstein und der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung.
An der Aktion haben Schüler aller Klassenstufen und aller Schularten mitgemacht, heißt es in einer entsprechenden Veröffentlichung. So gehen Schüler der 1. Klasse der Lauerholz-Grundschule in Lübeck mit PDAs in die Natur, um anhand von Bildern und Geräuschen Tiere und Pflanzen zu entdecken. Der fünfte Jahrgang des Lübecker Carl-Jakob-Burkhardt-Gymnasiums hat eine Videoinstallation zum Thema Ernährung auf den Bildschirm gebracht und vier Jahrgänge der Oberschule zum Dom haben gemeinsam eine Mathematik-Ralley durch ihre Schule erarbeitet.
"Ziel der Initiative sei es, Kinder vom bloßen Konsum wegzubringen und sie zu ermuntern, mit digitalen Medien kreativ zu werden", meint Direktor des Instituts für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck und Initiator des Projektes, Michael Herczeg. "Nahezu alle Kinder können heute einen Computer bedienen. Wir wollen ihnen helfen, die Technik zu verstehen und zu erkennen, dass man damit eigenständig Neues schaffen kann", meint Herczeg weiter.
Sowohl Lehrer als auch die Schulleiter zeigen sich vor allem von dem Fächer-übergreifenden Ansatz begeistert. "Oft haben Schüler Probleme, eine Prozentrechenaufgabe zu lösen, wenn sie im Wirtschaftsunterricht gestellt wird, weil das Fach ja nichts mit Mathematik zu tun hat. In diesem Projekt wird das vernetzte Denken und Lernen gefördert", meinte der Direktor der Gesamtschule Schlutup, Georg Schopenhauer. Auch die Schulleiterin der Oberschule zum Dom, Jutta Kähler, sieht im Einsatz von Computern einen von vielen Ansätzen für zukunftsweisenden Unterricht. "Es gibt keinen Königsweg, auch das Schulbuch und der Lehrervortrag haben ihre Berechtigung. Auf die wohl dosierte Mischung kommt es an", sagte sie.