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Studie - Online-Zeitungen Auswirkungen auf Print-Medien

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Studie - Online-Zeitungen Auswirkungen auf Print-Medien


Nach einer veröffentlichten Studie des "Pew Research Center For The People And The Press" kommen die Analysten zu dem Ergebnis: Online-Zeitungen helfen dabei, den Leserschwund aufzuhalten, und zwar ausgerechnet in der Altersgruppe, die von je her nicht für eine übermäßige Zeitungslektüre bekannt war. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen ist der Anteil der Zeitungsleser mit 29 Prozent gegenüber 1996 stabil geblieben, während er in allen anderen drei Altersklassen um jeweils mindestens 9 Prozentpunkte zurückging. Zwar haben von den Jüngsten nur 20 Prozent angegeben, eine Print-Zeitung gelesen zu haben, aber 7 Prozent haben eine Online-Ausgabe gelesen und 2 Prozent in beiden Versionen. Das hat zu dem Ergebnis geführt, dass heute mehr US-Amerikaner im Alter von 18 bis 24 Jahren Zeitung lesen als vor zehn Jahren.

Heute ist der Anteil derjenigen, die sich drei oder mehr Mal pro Woche online Nachrichten beschaffen, auf 31 Prozent angewachsen. Der Aufstieg des Internet hat aber nicht dazu geführt, dass die Nachrichtenrezeption der US-Bürger seit den 1990er Jahren insgesamt zugenommen hat – im Gegenteil: Im Mai 2006 haben 81 Prozent der 3024 Befragten gesagt, dass sie sich am Vortag mit Nachrichten aus dem Radio, Fernsehen, der Zeitung oder dem Internet versorgt haben, im Januar 1994 waren es noch 90 Prozent.

Weiter heißt es in der Studie: Nur wenige US-Bürger, die regelmäßig online sind, nutzen das Internet auch als Primärquelle für ihre Informationen, sondern eher als Ergänzung zu anderen Medien wie Fernsehen oder Zeitung. Nur wenige würden auch direkt Webseiten von Zeitungen aufrufen, sondern mehr Portale wie beispielsweise MSNBC, Yahoo oder CNN. Von diesen Portalen kommen wesentlich schneller Updates von Schlagzeilen und das wäre den Internet-Lesern wichtig.

Während Internet-Leser mehr Wert auf die zeitliche Komponente legen, schätzen die Print-Leser mehr den Entspannungsfaktor. Innerhalb von gut zehn Jahren ist der Anteil der Befragten, die angaben, am Vortag noch eine Zeitung gelesen zu haben von 58 Prozent auf 40 Prozent gesunken. Der Schwund an Zeitungslesern habe sich aber seit dem Jahre 2002 stabilisiert, heißt es in der Studie. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass Zeitungen zunehmend auch online verfügbar sind.

Artikel von W. Janssen - Di, 01.08.2006
Rubrik: Computer / Internet
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