Eigentlich ist die Meldung noch druckfrisch, wo es hieß, der Hardware-Hersteller Dell hat gut 4,1 Millionen Notebook-Akkus zurückgerufen und schon wurde die Liste der betroffenen Akkus um die Modelle J1524 und OR331 erweitert. Allerdings hat Dell nicht besonders auf die Ausweitung der Akku-Typen hingewiesen, weil die gesamte Charge von Akkus des Herstellers Sony zurückgerufen wurde und sich die Anzahl der fehlerhaften Akkus nicht erhöht hat.
Das Unternehmen hatte die Rückrufaktion beschlossen, nachdem die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC über insgesamt sechs Fälle berichtet hatte, in denen sich Lithiumionen-Akkus überhitzt hatten. Auf der, speziell für diese Aktion, veröffentlichten Webseite können sich alle Notebook-Besitzer informieren, ob sich in ihrem Notebook ein kritischer Akku befindet. Dell warnt davor, ein Notebook mit solchen Akkus weiter zu betreiben und empfiehlt dringend den Betrieb am Stromnetz.
Dells Rückrufaktion für Millionen von Lithiumionen-Akkus war die bislang größte Aktion dieser Art sein. Letztes Jahr riefen unter anderem Fujitsu Siemens, HP, Maxdata und auch wiederholt Dell insgesamt hunderttausende Notebook-Akkus zurück. Die Begründung war die gleiche: Überhitzungsgefahr.
Aus verschiedenen Medienquellen heißt es, der Austausch von insgesamt fast sechs Millionen Notebook-Akkus von Dell und Apple läuft alles andere als reibungslos ab. Dell-Kunden haben sich darüber beklagt, dass sie bis zu einem Monat auf den Ersatz ihres Akkus warten müssen und die Apple-Seite war zeitweise nur schwer erreichbar.