Von dem Briten Timothy J. Berners Lee wird allgemein gesagt, dass er in den Jahren 1989/1990 einen maßgeblichen Anteil am Entstehen des World Wide Web hatte, indem er die Skriptsprache "HTML" entwickelte. HTML ist eine Sprache, mit der man Informationen auch grafisch über so genannte "Browser" darstellen kann. Hierdurch wurde für viele Internet-Besucher die "kryptische" Darstellung der Seiten einfacher und leicht bedienbar. Zusätzlich entwickelte er die Möglichkeit, durch so genannte "Hyperlinks" durch einfaches Anklicken von Links über die gesamte Webpräsenz navigieren zu können.
Nun veröffentlichte Tim Berners Lee in seinem Blog, dass er mit einer neuen Arbeitsgruppe an der Weiterentwicklung des HTMLs (SGML) arbeitet. Die Arbeit an dieser SGML-basierenden Auszeichnungssprache ruhte seit Dezember 1997, als das World Wide Web Consortium (W3C) die HTML-Version 4.01 veröffentlichte.
Normalerweise sollten dann alle weiteren Versionen der Web-Aufzeichnungssprache auf er Grundlage von "XML" (anstatt SGML) von statten gehen. So veröffentlichte das W3C im Januar 2000 XHTML 1.0 als Umformulierung von HTML 4 in die Regeln des XML. XHTML 1.1 war eine in Module aufgeteilte Version von XHTML 1.0 . Neue Funktionen brachte XHTML bisher jedoch nicht, sodass es sich nur zögerlich bei den Webdesignern verbreitet. Auch die Arbeiten an das so genannte XHTML 2 gingen und gehen nur schleppend voran.
Tim Berners Lee reagierte mit seinem neuerlichen Vorstoß auf den wachsenden Unmut unter den Webentwicklern über die Behäbigkeit des W3C. Dies hat bereits eine alternative Standardisierungsorganisation hervorgebracht, die WHAT WG, an der Mozilla, Opera und Apple beteiligt sind.