Wer kennt das nicht: man hat Ärger mit der Verwaltung, weiss aber gar nicht so genau, welche Behörde denn nun für welche Frage zuständig ist. Hilfe aus dem Dilemma soll zukünftig unter der bundeseinheitlichen "Notruf-Nummer" 115 zu erreichen sein. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, sollen gut ausgebildete Experten für die Bürger da sein.
Der von der Bundesregierung befürwortete Vorschlag stammt vom "Institut für Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie" (ISPRAT). In Teilbereichen des täglichen Lebens gibt es so etwas ja schon bereits. So ist unter 110 die Polizei, unter 112 die Feuerwehr und unter 116 116 aus fast allen Ortsnetzen die Hotline für die Sperre von gestohlenen oder verlorenen Kreditkarten und EC-Karten zu erreichen.
Die Idee, so etwas auch für die öffentliche Verwaltung zu schaffen, stammt - mal wieder - aus den USA. In New York kümmern sich unter der Nummer 311 Mitarbeiter der Stadt in mehr als 170 Sprachen um die Probleme der Anrufer. Gerade in Deutschland mit seinen vielen Vorschiften und vielfältigen Kompetenzen wäre es sehr hilfreich, wenn man mit einem Ansprechpartner es erreichen könnte, Rat suchende Bürger durch den Behördendschungel zu geleiten.