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Ein Mobiltelefon sollte so einfach nutzbar sein wie ein Türgriff

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Ein Mobiltelefon sollte so einfach nutzbar sein wie ein Türgriff


Als eines der zentralen Ergebnisse des "Welt-Usability-Tages", der am 14. November 2006 weltweit - auch in elf deutschen Städten - stattgefunden hat, ist jetzt eine globale "Benutzerfreundlichkeits-Charta" verabschiedet worden. Die Charta kann von jedem Internetnutzer, der sich für die Gebrauchstauglichkeit von Alltagsgegenständen engagieren möchte, online unterzeichnet werden. Bis zum heutigen Mittwoch - zwei Monate nach dem "World Usability Day 2006" - haben sich bereits mehr als 1.000 Personen in die Unterzeichnerliste eingetragen.

Die Erklärung, die mit dem programmatischen Satz "Ein Mobiltelefon sollte so einfach nutzbar sein wie ein Türgriff!" beginnt, steht im Internet in neun verschiedenen Sprachen zur Verfügung (die deutsche Version unter http://www.worldusabilityday.org/charter/?lang=ger).

Zum zweiten Mal hatte am 14. November 2006 der globale Aktionstag für mehr Benutzerfreundlichkeit stattgefunden. In Deutschland sowie in 24 weiteren Ländern rund um den Globus stand der "World Usability Day" unter dem programmatischen Motto "Making It Easy!". Als Appell war diese Parole an alle Hersteller von Gegenständen des täglichen Gebrauchs sowie von Software, Internetseiten und anderen technischen Entwicklungen gerichtet, die ihre Nutzer wegen mangelnder Transparenz oder ungenügender Bedienungslogik nicht selten zur Verzweiflung bringen. Veranstalter des Aktionstages war abermals die Usability Professionals' Association (UPA), der erste Berufsverband für Experten, die sich professionell mit der Entwicklung und Gestaltung nutzerfreundlicher Produkte beschäftigen.

Für die Durchführung und die Koordination in Deutschland zeichnete die deutsche Sektion ("German Chapter") der UPA (www.gc-upa.de) verantwortlich. In insgesamt elf deutschen Städten (Aachen, Berlin, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Kaiserslautern, Magdeburg, Sankt Augustin bei Bonn, Stuttgart sowie Walldorf bei Heidelberg) gingen am 14. November vergangenen Jahres Vorträge, Podiumsdiskussionen, Gesprächsrunden und Vorführungen über die Bühne - meist in Zusammenarbeit mit Universitätsinstituten, privaten Forschungseinrichtungen, Volkshochschulen oder namhaften Unternehmen.

"Der Nutzer muss jederzeit das Gefühl haben, dass er es ist, der das Produkt beherrscht - nicht umgekehrt", meint Vera Brannen, Vizepräsidentin der deutschen UPA-Sektion. In der globalen "Benutzerfreundlichkeits-Charta" liest sich dieses Credo wie folgt: 'Menschliches Versagen' ist ein irreführender Begriff. Technik sollte im Bewusstsein entwickelt werden, dass den Fähigkeiten des Menschen gewisse Grenzen gesetzt sind. Menschliche Fehler wird es immer dann geben, wenn Technologien nicht einfach nutzbar und verstehbar sind. Wir müssen deshalb vermeiden, dass schlechtes Design zu Fehlern führt."

Artikel von W. Janssen - Mi, 17.01.2007
Rubrik: Computer / Internet
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