Online-Shops sind vom Grundsatz her eine feine Sache. Der Endverbraucher kann sich in Ruhe zu Hause an seinen Rechner setzen und sich mit wenigen Klicks über die Preise seines gewünschten Artikels informieren. Er investiert so gut wie keine Zeit, kann zielgerichtet und ungeniert die Preise erfragen und braucht nicht zu befürchten, dass geschulte Verkäufer ihm Ware aufdrücken, die er eventuell bei der Konkurrenz wesentlich billiger bekommen kann. Außerdem kann er zu jederzeit im Online-Laden stöbern, egal, ob gerade nun ein Werktag ist oder sonntags und sogar an jedem Feiertag. Hat er Lust, mitten in der Nacht zu shoppen, auch das ist kein Problem, Ladenzeiten gibt es im Internet nicht.
Und doch haben viele Endverbraucher immer noch Probleme, über das Internet einzukaufen. Die Reizwörter heißen zumeist: Datenschutz und Ungewissheit. Der Kunde weiß oftmals nicht, was eigentlich mit seinen persönlichen Daten passiert und trägt noch leichte Bedenken, ob denn dann seine bestellte und bezahlte Ware auch tatsächlich ordnungsgemäß angeliefert wird.
Eine neue Studie mit der Bezeichnung "E-Shopping Trends", die Kooperation von "vovomind", der "WirtschaftsWoche" und dem "Handelsblatt" durchgeführt worden ist, belegen nun: 37 Prozent der Nutzer, haben bei der Übermittlung ihrer persönlichen Daten während einer Online-Bestellung Sicherheitsbedenken. Überraschenderweise treffen derartige Bedenken aber nicht für alle Käuferschichten zu, sondern in erster Linie nur auf jüngere Endverbraucher.
In der Studie heißt es: Rund die Hälfte der Befragten User zwischen 21 und 30 Jahren hegen Sicherheitsbedenken beim Kauf im Internet und ziehen herkömmliche Geschäfte vor. 22 Prozent der Befragten kritisieren dabei vor allem die angebotenen Bezahlsysteme. Gerade die Frage nach sicheren Bezahlsystemen sei dann auch für 58 Prozent der Befragten der entscheidende Grund, über bestimmte Shops einzukaufen. Nur den Lieferbedingungen würde bei der Wahl eines bestimmten Shops eine noch höhere Bedeutung beigemessen werden. Weiter heißt es, gut 64 Prozent der Befragten hätten angegeben, sie hätten bereits eine angefangene Online-Bestellung deshalb abgebrochen, weil ihnen das angebotene Bezahlsystem nicht sicher genug erschienen wäre.
Laut novomind, selbst Anbieter von E-Business-Lösungen, scheiterten in der Vergangenheit sieben von zehn Shop-Projekten an schlechten IT-Systemen.