Wir alle kennen den jüngsten Fall von Massentötungen des Amokläufers "Cho Seung Hui" in Blacksburg, USA. Insgesamt 32 Menschen erschoss der jugendliche Killer, bis er sich dann schließlich selbst richtete.
Professor Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, nutzt den aktuellen Fall, um ein Werbe- und Verkaufsverbot für "Killerspiele" zu fordern. Einen Nachweis, dass dieses Massaker aufgrund von Killerspielen auf dem PC oder aus dem Internet zurückzuführen ist, gibt es allerdings nicht.
In einem Interview mit der Passauer Neuen Presse meinte Pfeiffer nach der Frage nach der Notwendigkeit von schärferen Waffengesetzen: Die Regelung in Deutschland relativ sicher, ..."ein Totalschutz ist dennoch nicht erreichbar. Wer töten will, wird es auch immer schaffen, an Waffen heranzukommen." Wichtiger für ihn wäre, so Pfeiffer in dem Interview, man würde endlich ein Verbot für Killerspiele aussprechen.
Es gibt Spiele, da wird das ..."aggressive Töten mit Punkten noch belohnt"..., so Pfeiffer und nennt als Beispiel die extremen Gewaltexzessen der Software "Der Pate". Weiter meinte Pfeiffer: "Hier bedarf es eines strafrechtlichen Verbotes".
Die Software "Der Pate" ist allerdings nicht für Jugendliche freigegeben und darf nur an Personen verkauft werden, die mindestens 18 Jahre alt sind.