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'Officer Blue' warnt vor unseriösen Webseiten

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'Officer Blue' warnt vor unseriösen Webseiten


Die Beratungsgesellschaft 'Berger-Münch Project Management AG', sowie der Verband 'Software-Initiative Deutschland' haben eine Software und ein Portal entwickelt, die den Internet-User vor unseriösen Websites warnen soll. Auffällige Webseiten für Phishing, Schneeballsysteme, Spam oder Seiten mit so genannten Abo-Fallen werden von Usern gemeldet und nach einer eingehenden Prüfung in eine dafür eingerichtete Datenbank aufgelistet.

User, die eine schlechte Erfahrung mit einer Webseite gemacht haben, geben auf Officer Blue eine entsprechend negative Bewertung ab. Um an das Meldeverfahren teilnehmen zu können, muss der User sich vorher registriert haben. Damit Websites nicht zu Unrecht denunziert werden, prüfen Officer-Blue-Mitarbeiter die Meldungen der User. Reine User-Bewertungen und "offizielle" Bewertungen werden jeweils getrennt geführt.

Möchte der Internet-User an diesem Warnsystem teilnehmen, so lädt er sich eine 5 MB große Software von der Webseite www.officerblue.de herunter, die derzeit allerdings nur auf den Windows-Systemen 'ME', 'XP' und 'Vista' läuft. Hat der User sich die Software heruntergeladen und installiert und kommt dann auf eine Website, die in der Officer-Blue-Datenbank als bedenklich eingestuft ist, erhält der User einen Warnhinweis.

Auf der Website von Officer Blue können die Nutzer zudem die jüngsten Einträge von Teilnehmern einsehen, sowohl zu "guten" als auch zu offenbar unseriösen Websites. Mit einem weiteren Mausklick gelangt der User zu den Kommentaren der jeweiligen Bewertungsautoren. Daneben findet der Nutzer eine weitere Black- und Whitelist von durch den Officer-Blue-Betreiber verifizierten User-Bewertungen. Ist man sich bei einer unbekannten Website unsicher, kann man die URL auch durch einen "URL-Check" überprüfen lassen.

Die Grundlage für die Bewertung der Black- und Whitelists stellen verschiedener Organisationen und Dienste sicher. Derzeit prüfen vier Mitarbeiter aus der Officer-Blue-Redaktion die gemeldeten Websites auf ihre Seriosität. Zukünftig sollen aber auch andere Stellen wie etwa die Verbraucherzentrale Berlin oder Ombudsman.at in Österreich in die Beurteilung von Online-Angeboten mit eingebunden werden. Vorstellbar sei auch, dass bald auch bestimmte Internetnutzer nach dem "Wikipedia-Prinzip" mitwirken.

Die Portalbetreiber weisen ausdrücklich daraufhin, dass die Software kein Garant zum Schutz vor Viren, Würmer oder anderen Schadprogrammen ist. Hierzu sind weiterhin Anti-Viren-Programme oder eine Firewall notwendig.

Artikel von W. Janssen - Mo, 23.04.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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