Nach einer Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes kontaktieren immer mehr Bürger die öffentliche Verwaltung übers Internet. Wie es heißt, hätten im ersten Quartal des Jahres 2006 gut 28 Prozent der Bürger Kontaktformulare der öffentlichen Einrichtungen in Anspruch genommen. Bei den deutschen Unternehmen wären es sogar 33 Prozent gewesen (Jahresdurchschnitt 2006).
Besonders häufig (92 Prozent) wurden E-Government-Angebote von Unternehmen des Wirtschaftszweiges Forschung und Entwicklung wahrgenommen. E-Government ist eine Sonderform des E-Business mit dem Unterschied, dass auf der einen Seite nicht eine Firma, sondern ein Amt oder eine Behörde steht und auf der anderen der Bürger statt eines Kunden. Sehr gering war dagegen die Nutzung der Online-Verwaltungsdienste von Unternehmen im Einzelhandel (19 Prozent).
Die meisten Unternehmen luden im Internet Formulare herunter (84 Prozent) oder besorgten sich Informationen (74 Prozent). 71 Prozent dieser Unternehmen sendeten zudem ausgefüllte Formulare zurück und 17 Prozent gaben bei einer elektronischen Ausschreibung online ein Angebot ab.
Der "gemeine Bürger" nutzte seine Online-Kontakte zu einer Behörde überwiegend dafür, um einfach nur Informationen abzurufen (86 Prozent). Immerhin noch 54 Prozent aller Privatpersonen nutzten die Online-Portale zum Abrufen amtlicher Formulare und 29 Prozent dieser Personen schickten die abgerufenen Formulare auch online zurück.