Die französische Tageszeitung 'Le Monde' berichtete darüber, dass die für die innere Sicherheit in Frankreich zuständige Behörde, den Beamten der französischen Regierung die weitere Nutzung von Blackberry-Geräten verboten hat. Bereits vor einigen Monaten soll es eine Vorgabe des Generalsekretariats für nationale Verteidigung (SGDN) gegeben haben, die Mitarbeitern in allen Ministerien, im Regierungssitz Matignon und im Elysée-Palast des Präsidenten die Kommunikation mittels Blackberry verbietet. Allerdings soll sich kaum einer der Beamten an das Verbot gehalten haben.
Der Grund für das Verbot der Blackberry-Geräte ist schlichtweg die Angst, ausländische Geheimdienste könnten über die unzureichend gesicherten Geräte, sensible Informationen über das Land erfahren. Die französische Regierung begründet ihre Bedenken damit, dass alle Blackberry-Daten über Server in den USA und Großbritannien laufen und dort unter Umständen im Klartext ausgelesen werden könnten.
Der Blackberry-Hersteller 'Research in Motion (RIM) weist die Vorwürfe zurück und betont, man betreibe keine Server in den USA, sondern in Kanada und Großbritannien. Sämtliche Daten wären verschlüsselt und diese Verschlüsselung wäre selbst von der NATO zugelassen.
Auch in Deutschland hat man Bedenken zum Einsatz dieser Geräte. Bereits im Jahr 2005 kam das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu dem Schluss, dass die Blackberry-Geräte aufgrund einer unsicheren Architektur nicht für den Einsatz in sicherheitsempfindlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden sollten. Seinerzeit wurde deshalb auch ein Großauftrag der T-Mobile für die Ausstattung des Bundesverteidigungsministeriums storniert.