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'SID' - Blackberry-Verbot auch für Deutschland!

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'SID' - Blackberry-Verbot auch für Deutschland!


Nachdem bekannt wurde, dass die französische Regierung Behördenangestellten untersagt hat, den E-Mail-Dienst 'Blackberry' aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu benutzen, meldet sich auch die Software-Initiative-Deutschland zu Wort und fordert: "...Das Sicherheitsrisiko Blackberry in Deutschland schleunigst abzuschaffen..."

Wie auch in Frankreich besteht auch bei der Software-Initiative die Befürchtung, der gesamte Datenverkehr könne von ausländischen Geheimdiensten, vornehmlich von der NSA aus den USA mit Unterstützung der britischen Geheimdienste abgehört werden. Der Grund für diese Befürchtungen ist, dass der gesamte Datenverkehr über ausländische Server läuft, die in Großbritannien und dem Amerikanischen Kontinent stehen.

"Wenn Frankreichs neuer Präsident die Sicherheit seines Landes durch Blackberry derart akut gefährdet sieht, sollte auch der deutsche Innenminister schleunigst eine Anti-Blackberry-Anordnung auf den Weg bringen", fordert SID-Chef Helmut Blank. Bereits im Jahr 2005 kam das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu dem Schluss, dass die Blackberry-Geräte aufgrund einer unsicheren Architektur nicht für den Einsatz in sicherheitsempfindlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden sollten. Seinerzeit wurde deshalb auch ein Großauftrag der T-Mobile für die Ausstattung des Bundesverteidigungsministeriums storniert.

Entsprechend 'scharf' kritisiert SID-Chef Blank dann auch Innenminister Schäuble: "Mit Festplatten-Schnüffeln, der Massensammlung von Fingerabdrücken und der ausufernden Speicherung des Internetdatenverkehrs strebt Schäuble den digitalen Hochsicherheitsstaat an und lässt andererseits mit Blackberry ein scheunentor-großes Sicherheitsrisiko offen." Weiter meint er, deutsche Großkonzerne wie Audi oder Total hätten längst ein Blackberry-Verbot eingeführt, um sich vor Industriespionage zu schützen. "Es gibt deutsche Alternativen wie Message."

Der Blackberry-Anbieter 'RIM' hat inzwischen auf die Vorwürfe reagiert und meint in einer öffentlichen Stellungnahme: Die NSA habe keinerlei Möglichkeit, Inhalte von Informationen einzusehen, die über Blackberry-IT-Server versendet wurden, weil diese verschlüsselt seien. Der Blackberry Enterprise Server verwende für die drahtlose Datenübertragung und den Schutz der gespeicherten Daten auf dem Handheld-AES-Verschlüsselungs-Standard (256 Bit). Diese Verschlüsselung kann laut RIM nicht außer Kraft gesetzt werden und schützt Daten an allen Stellen zwischen dem internen Netzwerk einer Organisation und dem Handheld.

Artikel von W. Janssen - Fr, 22.06.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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