Aus Brüssel kommt heute die Nachricht, dass die EU-Wettbewerbskommissarin 'Neelie Kroes' am kommenden Mittwoch über ein Verfahren gegen die in Spanien ansässige Telefongesellschaft 'Telefonica' entscheiden wird. Es geht um die Frage, ob die Telefonica den Konkurrenten Gewinnspannen beim Weiterverkauf von schnellen Internetzugängen (DSL) verwehrt hat.
Nach Angaben der spanischen Tageszeitung El Pais droht eine Strafzahlung von bis zu 100 Millionen Euro. Weiter meldet El Pais, das Unternehmen wolle gegen diese Entscheidung unter Umständen auch gerichtlich vorgehen. "Wir hoffen, dass der Fall ohne Strafe eingestellt wird, weil wir immer guten Willens und nach den Bestimmungen der spanischen Regulierungsbehörde für Telekommunikation (CMT) gehandelt haben", sagte ein Telefonica-Sprecher. Die Behörde hatte Telefonicas Preise genehmigt. Zudem habe das Unternehmen in den vergangenen Jahren Marktanteile verloren.
Geklagt hatten France Télécom und Wanadoo. Laut Brüsseler Wettbewerbskreisen hat der Fall für die Öffnung von so genannten Netzwerk-Industrien – dazu gehört auch die Energiebranche – eine erhebliche Bedeutung.