Nachdem die spanische Konzernmutter 'Telefonica' über die Betriebsergebnisse des Münchener Mobilfunk-Netzbetreibers O2-Germany mehr als glücklich waren und nachdem O2-Germany in diesem Jahr erstmalig einen Umsatzrückgang verzeichnen musste, gibt es nun weit reichende Konsequenzen:
Zunächst setzte man den ehemaligen O2-Chef Rudolf Gröger auf eine andere Position innerhalb des Konzerns und bestimmte Jaime Smith (ehemalige O2-Chef in Tschechien) als neuen deutschen Chef. Sogleich verfügte Smith, dass grundlegende Einsparungsmaßnahmen einzuleiten wären und gleichzeitig lukrative und konkurrenzfähige Mobilfunk-Tarife zu schaffen sind.
700 Arbeitnehmer müssen in nächster Zeit ihren Arbeitsplatz räumen und so gut wie alle kommen aus dem Bereich Verwaltung und andere Zentralfunktionen. Außerdem wird eine neue Abteilung geschaffen, die ausschließlich für die Marktbeobachtung und Aufstellung neuer Mobilfunk-Tarife verantwortlich ist.
Ferner wurde die längst fällige Handy-Flatrate (als Konkurrenz zu Base, freenetMobile und congstar) aufgelegt und eine Zweitmarke im Bereich Mobilfunk-Prepaid soll folgen. Gerade aber die neue Handy-Flatrate hat es wirklich -IN- sich: Ganze 68 Euro zahlen clevere O2-Kunden für die Handy-Flatrate und haben dafür die Option, sowohl ins deutsche Festnetz, als auch in alle deutschen Mobilfunknetze telefonieren zu können.
Genau genommen soll es ab dem 13. August eine Handy-Flatrate geben, die sich 'Genion XL' nennt und 90,00 Euro kostet. Verzichtet der Kunde allerdings auf ein subventioniertes Handy, so reduziert sich der monatliche Preis auf 80,00 Euro. Ist der Kunde dann noch so clever und bestellt die Flatrate übers Internet, wird ihm ein Online-Rabatt in Höhe von monatlich 15 Prozent gewährt. 15 Prozent von 80,00 Euro sind 12,00 Euro und somit zahlt der Kunde letztlich nur 68,00 Euro monatlich.