Leider kann ich dem Schlussabsatz Ihres Artikels "Surfen User wirklich sorglos im Internet ?"nicht zustimmen. Selbstverständlich kann niemand von Otto-Normal-Anwender erwarten, der Top-Systemadministrator zu sein bzw. zu werden.
Allerdings halte ich es für selbstverständlich, dass ein Computernutzer, der auch das Internet mitnutzt, grundlegende Kenntnisse über die Sicherheit seines PCs zu erwerben hat. Schließlich übernimmt jeder Nutzer, der eine Internetverbindung aufbaut, auch eine gewisse Verantwortung gegenüber allen anderen Benutzern des Netzes.
Natürlich weiß ich, dass diese Selbstverständlichkeit (noch) Wunschdenken ist.
Ihr Schlussabsatz im oben genannten Artikel allerdings nimmt den Nutzer aus der Pflicht, sich Kenntnisse über die Maschine anzueignen, die er bedient. Auch die 30-jährige Büroangestellte und der 44-jährige Umschüler haben sich diejenigen Kenntnisse anzueignen, die sie benötigen, um den eigenen Computer vor Einbrüchen von außen zu schützen. Und wenn sie nicht in der Lage sind, sich selbst zu helfen, müssen sie sich eben helfen lassen.
Letztendlich schützt man damit auch andere.
Wer das Internet nutzt und dabei nicht ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit und Grundfertigkeiten mitbringt, handelt nicht nur gegenüber sich selbst grob fahrlässig, sondern auch gegenüber allen anderen. Wie man seinen PC schließlich schützt, ist jedem selbst überlassen. Daß es aber getan wird, ist wichtig. Und dazu gehört auch, den Otto-Normal-Nutzer endlich wachzurütteln.