Wikipedia ist eine kostenlose Wissensdatenbank, die unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation betrieben wird. Dies bedeutet, dass jeder das Angebot gratis nutzen, davon profitieren, ergänzen und korrigieren kann. Gestern wurde der zweihunderttausendste Artikel der Enzyklopädie hinzugefügt.
Nachdem für die ersten 100.000 Artikel rund dreieinhalb Jahre benötigt wurden, vergingen bis zum knacken der 200.000er Marke gerade mal acht Monate. Möglich ist dieses sensationelle Wachstum, weil jedermann bei Wikipedia Einträge machen und mit seinem Wissen zur Enzyklopädie beitragen kann. Dieses Prinzip ist andererseits aber auch der Kritikpunkt an der Wikipedia. Grundsätzlich ist es möglich absoluten „Nonsense“ oder sogar "Spam" der Datenbank hinzuzufügen. Allerdings wird dieser, wenn er erkannt wird, sogleich wieder durch andere Nutzer gelöscht. Das System reguliert sich selber.
Das größte Hindernis für ein weiteres Wachstum sind die begrenzten Serverkapazitäten. Derzeit werden die insgesamt vorhandenen 1,8 Millionen Artikel auf mittlerweile 40 Servern gehostet, was erhebliche Kosten verursacht. Diese Leistungsgrenzen merkt man spätestens beim teilweise sehr verzögerten Zugriff.
In der letzten Woche wurde bekannt, dass die Suchmaschine Google der Wikipedia die Nutzung der eigenen Server anbieten will. Was Google als Gegenleistung dafür erwartet, ist noch nicht bekannt. Die Online-Enzyklopädie mit Werbung zu versehen wurde verworfen, da die Artikel von den Autoren freiwillig und ohne Entgelt verfasst werden. Demnächst will die Wikimedia Foundation, die sich den Betrieb des Mammutprojektes zur Aufgabe gemacht hat, wieder mit einem Spendenaufruf starten.
Teile des deutschsprachigen Inhalts sind seit Herbst 2004 auf einer CD erhältlich, diese steht auch zum Download bereit. Für die am 17. März beginnende Leipziger Buchmesse ist außerde eine DVD Version geplant., Diese kann für einen Preis von 9,90€ über den Buchhandel bezogen werden.