"Flatrate" ist zwischenzeitlich ein Pseudonym für "Pauschalbetrag" geworden, dessen Bezeichnung sich schon lange nicht mehr auf den Telekommunikationsbereich reduzieren lässt. Hieß es vor einigen Wochen von vielen Kneipen noch, eine "Flat-Party" ist angesagt, so heißt der neueste Trend "Versand-Flat".
Was sich zunächst nach einer unseriösen Geschäftsidee anhören mag, macht durchaus Sinn und wird von einem, mehr als seriösen Unternehmen, angeboten, nämlich Amazon.
Der Online-Einzelhändler Amazon bietet seinen Kunden ab sofort eine jährliche Versandkostenpauschale in Höhe von 29 Euro. Der Kunde kann fortan sooft bestellen wie er möchte, eine Mindestbestellmenge entfällt. Amazon verspricht seinen Kunden im Premiumversand: Heute bestellen, morgen ist die Ware da (vorausgesetzt, es handelt sich um einen Werktag).
Europa ist nicht Amerika, dass musste auch Apple mit seinem iPhone-Geschäft in Deutschland und Großbritannien schon schmerzlich feststellen. Ob dieses Geschäftsmodell auch hier erfolgreich umsetzbar ist (in den USA läuft das Projekt seit 2005 und schreibt zwischenzeitlich schwarze Zahlen) bleibt abzuwarten.