Um auch in Zukunft nicht an den Bedürfnissen der Mobilfunkkunden vorbei zu produzieren, hat der in Finnland ansässige Handy-Hersteller Nokia die Trend-Endwicklungen im Mobilfunkbereich untersuchen lassen und kommt dabei zu einem interessanten Ergebnis:
Eine nun veröffentlichte Nokia-Studie zu den Bedürfnissen und Trends der Mobilfunkkunden besagt, dass in spätestens fünf Jahren rund ein Viertel aller Unterhaltungsmedien nicht mehr von den traditionellen Dienstleistern angeboten werden, sondern von den Endkunden selber kommen. Es heißt, der Verbraucher selbst produziert zunehmend Inhalte, tausche sie aus und formt so ein, an seine Bedürfnisse angepasstes, mediale Produkt. Diese Inhalte zirkulieren dann innerhalb des Freundes - und Bekanntenkreises, der eng miteinander vernetzten 'Community'.
"Der Trend geht klar zur aktiven, vernetzten Unterhaltung", so Tom Savigar, Trends Director von The Future Laboratory, der verantwortlich die Studie durchgeführt hat. Kreativität und Kommunikation würden zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen und die Unterhaltungsangebote der Zukunft werden so auch ein gutes Stück demokratischer und integrativer werden.
The Future Laboratory will mit seiner Analyse vier verschiedene Trends erkannt haben, die in ihrer Namensgebung "Immersive Living", "Geek Culture", "G Tech" und "Localism" (Kreativität, Individualismus, Gemeinsinn und lokalem Bezug) allerdings noch genauso theoretisch klingen, wie die Aussage aus der Analyse selbst. "Noch befinden sich die Trends in einem Entwicklungsstadium", so die Analysten, aber ihre Bedeutung werde kontinuierlich wachsen und zu einer zunehmend vernetzten und kreativen Form führen, so die Prophezeiung.
Die Analyse aus den Monaten Juli und September 2007 beruht auf einer Befragung von 9000 Nutzern eines mobilen Endgerätes. Das Alter der Befragten lag zwischen 16 und 35 Jahren; die Befragung selbst wurde in 17 Ländern durchgeführt. Deutschland nimmt in dieser Befragung eine interessante Rolle ein, denn in Deutschland scheint es die kreativsten Unterhaltungskonsumenten und -produzenten zu geben. So gäbe es in Deutschland bereits eine Nutzergemeinschaft, die mithilfe tragbarer Videogeräte, Filmvorführungen auf Gebäudewänden inszenieren, heißt es beispielhaft in der Studie.