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Unseriöse freenet-Vertriebler schwatzen 88-jährige DSL-Vertrag auf

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Unseriöse freenet-Vertriebler schwatzen 88-jährige DSL-Vertrag auf


Immer wieder gibt es Beschwerden über unseriöse DSL-Vermittler und in diesem Zusammenhang wird immer wieder freenet genannt. Die Kölnische Rundschau berichtet jetzt über die 88-jährige Hedwig Talarski, die von einem DSL-Vermittler aufgesucht worden ist und ihr einen freenetKomplett-Paket verkauft hat, obwohl sie offensichtlich keinen PC hat und auch keinen Internet-Anschluss nutzt. Erst als die alte Dame den Vorgang ihrer Pflegerin erzählte, kam der Vorfall zutage, da war es aber hinsichtlich einer möglichen Kündigung schon zu spät.

"Mit solchen Fällen haben wir häufig zu tun", wird die zuständige Verbraucherzentrale in Troisdorf zitiert. Auch in diesem Fall handelt es sich eindeutig um einen Betrugsfall, meint Sabine Wolter-Brode von der Verbraucherzentrale. "Alte Menschen sind leider oft ein leichtes Opfer für unseriöse Werber", so die Juristin, "Die Senioren werden in ihren Wohnungen aufgesucht und überredet, Verträge abzuschließen, die sie offenkundig nicht benötigen."

Das Aufschwatzen von nicht benötigten Produkten bei Senioren ist eine Sache, doch die persönlichen Konsequenzen für die zumeist hilfebedürftigen alten Menschen ist viel schlimmer. Im Falle der alten Frau Talarski wurde der Telekom-Anschluss durch freenet gekündigt, einen neuen Anschluss gibt es nicht. Derzeit kann die alte Dame weder telefonieren noch angerufen werden und schlimmer noch: der Hausnotruf der Johanniter, der an ihr Telefon angeschlossen war, funktioniert derzeit ebenfalls nicht.

Die freenet-Pressesprecherin 'Yasimin Maddi' gibt sich neutral. Für freenet würden externe Vertreter arbeiten, man müsse diesen Fall erst prüfen, um Stellung nehmen zu können. Dabei liegt der Fall doch eigentlich ganz klar: Wenn schon die Verbraucherzentrale sich an ein Unternehmen wendet und eine 88-jährige Dame vertritt, sollte der Sachverhalt doch bitte schön auch ohne weitere Prüfung ganz klar sein. Bleibt nur zu hoffen, dass freenet sich möglichst schnell "kulant" zeigt und den Ursprungszustand für die alte Dame wieder herstellt. Von derartigen Vermittlern sollte sich freenet möglichst schnell trennen, sie sorgen nicht für Kundenzuwachs, sondern nur für eine schlechte Presse, wie dieser Fall wieder zeigt.

Artikel von W. Janssen - Di, 15.01.2008
Rubrik: Telekommunikation
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