In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Software-Riese 'Microsoft' dem Internet-Dienstleister 'Yahoo' eine Kaufofferte von gut 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hat. Obwohl Yahoo potentielle Investoren sucht, signalisierte das Unternehmen, dass Microsoft eigentlich nicht der Wunschkandidat für eine Übernahme sei, man würde das Angebot allerdings intensiv und nach allen Seiten hin prüfen wollen.
Als möglichen weiteren Kaufinteressenten wurde der Medienmogul Rupert Murdoch ins Gespräch gebracht, und zwar gerade von dem Yahoo-Konkurrenten Google, der eine Microsoft-Übernahme fürchtet. Google-Chef Eirc Schmidt höchstpersönlich nahm Kontakt zu Yahoo-Gründer und Chef 'Jerry Yang' auf, um ihm seine Hilfe nach Alternativ-Möglichkeiten anzubieten. Google hat dazu sogar seine Beziehungen zum Time-Warner-Konzern spielen lassen, um dort für Yahoo zu werben.
Von Rupert Murdoch kam jetzt die Nachricht, dass er nicht in den 'Übernahmekampf' um den Internet-Dienstleister einsteigen wird. Er meinte, es werde definitiv kein Angebot geben, weil er zum derzeitigen Zeitpunkt einfach nicht interessiert sei.
Den Yahoo-Gründern Jerry Yang und David Filo könnte es eigentlich egal sein, an wen das Unternehmen verkauft wird, denn ein Verkauf wird den beiden Gründern ein Geldsegen von gut vier Milliarden US-Dollar einbringen. Yang hält derzeit noch gut 52,8 Millionen Aktien an Yahoo, Filo sogar 78,2 Millionen Aktien. Microsoft will 31 US-Dollar pro Aktie zahlen und das würde bedeuten, Yang würde gut 1,64 Milliarden US-Dollar und Filo sogar 2,42 Milliarden US-Dollar einstreichen können.