Vor fast genau vier Jahren hat die Europäische Kommission ein weiteres, auf vier Jahre ausgelegtes Programm, mit der Bezeichnung 'Safer Internet plus' ins Leben gerufen, das den Schutz von Kinder und Jugendlichen vor illegale Angebote aus dem Internet zum Ziel hatte. In diesem Programm wurde vorgeschlagen, einerseits die technischen Möglichkeiten zu verbessern, um unerwünschte oder schädliche Inhalte im Internet zu bekämpfen, andererseits Eltern, Lehrer und andere Aufsichtspersonen für die besondere Schutzbedürftigkeit der Kinder gegen solche Gefahren zu sensibilisieren.
Dieses Programm läuft bis Ende 2008 und schon folgt die Empfehlung für ein Folgeprojekt. In diesem Programm mit der gleichen Bezeichnung, also "Safer Internet Plus", werden erstmalig auch Kommunikationsdienste des Web 2.0 mit eingeschlossen. Anders als das vorherige Programm geht es hier nicht vorwiegend um die Bekämpfung von illegalen Inhalten im Internet, sondern um den Schutz vor schädigendem Online-Verhalten, wie Schikanen oder Kontaktaufnahmen zu Missbrauchszwecken.
Das neue Programm ist ebenfalls auf vier Jahre ausgelegt, läuft in der Zeit von 2009 bis 2013 und ist mit einem Budget von 55 Millionen Euro ausgestattet. Unter anderem ist vorgesehen, nationale Beschwerdestellen einzurichten, die einerseits Meldungen von missbräuchlichem Online-Verhalten annehmen, andererseits Informationen zur Abwehr von Kontaktversuchen, speziell Kindesmissbrauch, bereitstellen. Außerdem sollen durch das Programm Initiativen zur Selbstregulierung der Wirtschaft gefördert werden, die Kinder und Jugendliche stärker mit einbeziehen.