Wird das Betriebssystem Windows-XP auf einem Rechner neu installiert, so muss es zunächst aktiviert werden. Dies was bishewr sowohl online über das Internet als auch telefonisch möglich. Besitzer von OEM-Versionen [Original Equipment Manufacturer] sollen das Betriebssystem ab dem 28.02.2005 nur noch telefonisch freischalten können. Betroffen sind Käufer von Computern der zwanzig größten PC-Händler.
Microsoft vermutet, dass etwa 15 Prozent der Komplett-PCs schon vom Händler mit einer vorinstallierten Windows-Raubkopie ausgeliefert werden. Diesen Betrug will Microsoft nun mit einer verschärften Produktaktivierung unterbinden. Auch wenn eine Neuinstallation notwendig ist bleibt nur der Anruf bei der Microsoft-Hotline, ein Aktivieren über das Internet ist nicht mehr möglich. Betroffene Käufer müssen sich dann sicher auf zusätzliche Fragen gefasst machen, wobei Microsoft hinsichtlich dieses Vorhabens noch keine genaueren Informationen veröffentlicht hat.
OEM-Lizenzen werden üblicherweise nur mit einem PC zusammen vertrieben und benötigen bei unveränderter Hardware normalerweise überhaupt keine Aktivierung. Diesen Rechnern liegt üblicherweise nur eine auf die Hardware abgestimmte Recovery-CD bei. Immer öfter entfernten oder kopierten offenbar einige Händler das am Rechnergehäuse klebende Authentizitätslabel mit der Windows-Seriennummer und betrieben einen schwunghaften Handel mit den Produkt-Keys dieser OEM-Versionen.
Seit Anfang Februar hat Microsoft außerdem das "Windows Genuine Advantage"-Programm gestartet. Damit können Besucher des Download-Centers überprüfen, ob ihr Betriebssystem legal im Einsatz ist. Inhabern dieser korrekt lizenzierte Windows-Versionen stehen dann Bonus-Downloads zur Verfügung.
Noch ist die Teilnahme an dem Validierungsprogramm freiwillig, aber nach Ende der Pilotphase im Sommer 2005 sollen alle Downloads nur noch nach erfolgreich absolviertem Echtheitscheck verfügbar sein. Wird bei der Validierung der Seriennummer ein ungültiger Produktschlüssel gefunden, so wird der Download verweigert und dem PC-Käufer eine Händlerbeschwerde an Microsoft nahe gelegt.