Seit einiger Zeit wird in Großbritannien und Frankreich darüber diskutiert, ob man Musikpiraten, also User, die zum Beispiel illegal Musik-Stücke aus dem Internet laden, mit der Sperrung des eigenen Internet-Zugangs bestrafen soll. So denkt die Regierung in Großbritannien darüber nach, den Internet-Providern gesetzlich vorzuschreiben, dass Musikpiraten bei Feststellung von illegalen Downloads zunächst eine Warnung erhalten sollen, dann eine Teilbestrafung durch eine kurzfristige Abschaltung des Internet-Zuganges bis hin zur völligen Sperrung des Zugangs bei wiederholten illegalen Aktivitäten. Die französische Regierung will den Internet-Provider dazu zwingen, illegale Downloads an eine noch zu schaffende Behörde zu melden, die dann entsprechend tätig werden soll.
Geht es nach Willen der Musikindustrie, sollen entsprechende gesetzliche Regelungen auch in Deutschland geschaffen werden. Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie ist der Meinung, das man dem Vorbild der Engländer und Franzosen folgen sollte, ansonsten hätte dies erheblich negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen 'Kreativwirtschaft'.
Weiter meint Gorny, eine permanente flächendeckende Überwachung der Internet-Zugänge oder gar eine Zensur wäre eine derartige Verfahrensweise nicht. Die Provider sollten aber im Rahmen ihrer ausgewiesenen AGB's reagieren und diese entsprechend dann auch anwenden.