Yahoo Gründer und Chef Jerry Yang lässt sich durch die jüngsten Drohungen von Microsoft-Chef Steve Ballmer offensichtlich nicht beeindrucken. Das Wall Street Journal meldet, dass Yahoo in Kürze die Time-Warner-Tochter "AOL" übernehmen wird. Time-Warner wird im Gegenzug Anteile von Yahoo erhalten. In einem weiteren Schritt ist Yahoo dabei, sich enger mit seinem Konkurrenten "Google" zu verzahnen.
Insgesamt beabsichtigt Yahoo-Chef Jerry Yang mit der Neuausrichtung seines Unternehmens, unter allen Umständen zu verhindern, dass Microsoft sich in den Konzern einkaufen kann. Yahoo hat als Antwort auf das Ballmer-Ultimatum (sich bis Ende April zur Kaufofferte zu äußern), mit einem Testlauf von Google-AdSense geantwortet.
Es heißt, im Rahmen des Tests werde Yahoo maximal drei Prozent seiner Suchanfragen mit Google-AdSense-Anzeigen bestücken. Der jetzt angestoßene Testlauf müsse zwar nicht bedeuten, dass Yahoo sich dem AdSense-Modell von Google anschließt, ganz auszuschließen sei es allerdings auch nicht.
Wie nicht anders zu erwarten, folgt von Microsoft herbe Kritik bezüglich einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google. In einer Microsoft-Stellungnahme heißt es, eine Yahoo-Google-Kooperation würde 90 Prozent des Marktes in einer Hand binden, Microsoft dagegen würde für eine gesunde Konkurrenz sorgen.
Auch Microsoft ist hinter den Kulissen nicht untätig. Es heißt, Microsoft soll derzeit mit der Rupert Murdochs News Corporation verhandeln, um gemeinsam mit MySpace (Murdoch) und MSN (Microsoft), Yahoo zu übernehmen.