Ab heute hat AOL die erste Beta-Version seines Web-Browsers Netscape 8 zum Download freigegeben. Nach Informationen auf der Site kann der Browser sowohl Webseiten mit der Mozilla-/Firefox-Engine Gecko als auch mit dem Renderer des Internet-Explorers darstellen. Im Menü-Punkt "Site Control" (wo auch die Sicherheitsregeln festgelegt werden) kann der Anwender festlegen, zwischen welchen HTML-Interpretern er wechseln möchte. Für den Internet-Explorer optimierte Webseiten (etwa das Windows-Update von Microsoft oder Seiten mit ActiveX-Komponenten) zeigt der Browser beispielsweise die Seiten dann automatisch mit dem Renderer des Internet-Explorers an.
Netscape 8 soll auch einen besseren Schutz vor Phishing-Attacken und andere Angriffe bieten. So ist beispielsweise eine "Schwarze Liste" mit verdächtigen und eine "Weiße Liste" mit vertrauenswürdigen Seiten hinterlegt, die jeweils über das Internet aktualisiert werden. Ein User, der dann auf eine Seite surft, deren URL in der schwarzen Liste steht, wird gewarnt und aufgefordert, möglicherweise sicherheitsrelevante Techniken wie Skripte oder ActiveX abzustellen. Wie im Internet-Explorer auch, lassen sich die Sicherheitsoptionen in verschiedene Sicherheitszonen unterteilen.
Der neue Browser ist für Windows 98 SE, ME, Windows 2000 und Windows XP verfügbar. Als Systemvoraussetzungen empfiehlt AOL einen Rechner mit mindestens einem 1-GHz-Prozessor und 256 Megabyte RAM (Mindestvoraussetzung ist ein Rechner mit einem 233-MHz-Prozessor und 64 Megabyte RAM). Netscape 8 basiert auf Firefox und enthält somit nur eine Browser-Funktion; ein E-Mail-Client fehlt.
Ob Netscape 8 auch für andere Betriebssysteme entwickelt wird und wann eine endgültige Version geplant ist, wurde noch nicht bekannt.