Vodafone führt derzeit am Klinikum Maastrich (Niederlande) einen Feldversuch durch, Daten eines Patienten besser und einfacher zu Händeln. So sollen die Stammdaten und die Notfalldaten eines Versicherten samt den digitalen Signaturen auf der SIM-Karte eines Handys abgelegt werden.
Das Verfahren dieser Idee ist relativ einfach: Angedacht ist, die Versichertendaten verschlüsselt in Fächern auf der SIM-Karte des Handys zu speichern. Diese SIM-Karte soll zusätzlich mit einem RFID-Chip ausgestattet sein. Beim Arzt, oder auch Apotheker, wird das Handy dann neben den Rechner des Arztes gelegt und per Bluetooth oder RFID ein VPN-Tunnel zwischen Telefon und Rechner aufgebaut. Dabei authentifiziert sich der Arzt (bzw. Apotheker) mit seinem HPC-Ausweis, während der Versicherte die PIN seiner Gesundheitskarte am Handy einzugeben hat. Diese Art der Kommunikation soll nach Auskunft von Vodafone sehr sicher sein (über 80 Prozent der Kommunikationsleistungen werden zum Verschlüsseln benötigt).
Das übrige Verfahren entspricht dem deutschen bzw. österreichischen Ansatz mit der elektronischen Gesundheitskarte auf einer Chip-Karte. Jedoch soll die Handy-Variante wesentliche Vorteile bringen: Wenn im Notfall das Handy zerstört wird, können Rettungskräfte die Notfalldaten per RFID-Kommunikation immer noch auslesen. Sofern beim Apotheker Aufschläge für Medikamente zu zahlen sind, könnte die Bezahlung per Handy erfolgen und über die Telefonrechnung abgerechnet werden.
Vodafone zeigt dieses Modell als Konzeptstudie auf der CeBIT (Halle 25, Stand D40). Laut Vodafone sollen sich bereits andere Länder wie beispielsweise Finnland oder Ägypten für diesen Ansatz interessiert haben, da in diesen Ländern das Handy zum persönlichen Standard gehört.