Freenet war bisher als Internet-Anbieter bekannt und will nun Mobilfunkgeschäft einsteigen. Wie bei Freenet üblich soll mit aggressiven Billigtarifen schnell ein Marktanteil gewonnen werden. Das Magazin 'Wirtschaftswoche' berichtet in der kommenden Ausgabe, dass auf diese Weise Unternehmenschef Eckhard Spoerr die Verschmelzungspläne der Freenet-Mutter Mobilcom torpedieren will. Diese hält derzeit 50,4 Prozent der Freenet-Anteile.
Auf der Telekommunikations-Messe CeBIT hatte Freenet bereits sein Handy-Modell iP1 vorgestellt. Damit kann man zu Hause zu anderen Freenet-Kunden kostenlos telefonieren, während es unterwegs wie ein herkömmliches Handy funktioniert. Damit hätte Freenet für Festnetz, Internet und Mobilfunk eine einheitliche Plattform geschaffen.
Bereits vor Wochen hat sich Freenet-Chef Spoerr an den Düsseldorfer Mobilfunker E-Plus gewandt um über den Ankauf der dafür erforderlichen Netzkapazitäten zu verhandeln. Ziel ist es als virtueller Mobilfunkbetreiber eigene, deutlich preiswertere Mobilfunkangebote zu kreieren und sie gemeinsam mit Festnetz und Internet zu vermarkten.